Prof. Dr. Kader Konuk

Vergleichende Literaturwissenschaft

Wintersemester 2015/16

Kafka in der türkischsprachigen Prosa

In dieser Lehrveranstaltung befassen wir uns mit der Rezeption und Verarbeitung von Franz Kafkas Werken in der türkischen Literatur. Wir lesen und analysieren Ferit Edgüs Hakkari'de Bir Mevsim (1977), Erhan Beners Böcek (1982) und Orhan Pamuks Kar (2004). Bitte machen Sie sich mit der Lektüre von Kafkas Die Verwandlung und Das Schloß schon vor Beginn der Sitzungen vertraut.

Ziel dieses Seminars ist, die türkischsprachige Literatur in den Kontext von Weltliteratur zu stellen. Wir reflektieren vor allem über den wechselseitigen Einfluss von globalen literarischen Bewegungen (Realismus, Existentialismus, Postmoderne) bei der Entwicklung türkischsprachiger Prosa. Studierende erlernen in diesem Seminar den kritischen Umgang mit dem Begriff „nationale Literatur", erkennen die Problematik national orientierter Philologien und werden mit grundlegenden Ansätzen der vergleichenden Literaturwissenschaft vertraut gemacht. Ziel ist, literarische Phänomene in der türkischsprachigen Literatur im globalen Zusammenhang kritisch reflektieren zu können. 

Zielgruppen:

MA Lehramt HRGe, 1. Fachsemester(4 Credits, Workload: 120 h)

Die Modulprüfung findet in dieser Lehrveranstaltung statt. Die Modulprüfung ist eine Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten. 

MA Lehramt GyGe, 1. Fachsemester(5 Credits, Workload: 150 h)

Die Modulprüfung findet in dieser Lehrveranstaltung statt. Die Modulprüfung ist eine Hausarbeit im Umfang von 20 Seiten.

MA Kulturwirt(4 Credits, Workload: 120 h)

Modulprüfung ist eine 90min Klausur (mit Retrospektive und Vergl. Linguistik)

Unterrichtssprache: Türkisch

Primärliteratur:

Franz Kafka: Die Verwandlung

Franz Kafka: Das Schloß

Ferit Edgü: Hakkari'de Bir Mevsim

Erhan Bener: Böcek

Orhan Pamuk: Kar

Prof. Dr. Kader Konuk

Literatur- und Kulturwissenschaft

Wintersemester 2015/16

Donnerstags, 14-16 Uhr

R12 R05 A84

Yeni Osmanlıcılık

Fast ein Jahrhundert lang schlummerte das Osmanische Reich in schwer zugänglichen Archiven vor sich hin. Dieser Zustand schlug vor wenigen Jahren ins Gegenteil, als osmanische Sultane auf Kinoleinwänden und Fernsehbildschirmen in aller Pracht wieder zum Leben erweckt wurden. Das Osmanische Reich erlebt derzeit einen regelrechten Boom, der über die Grenzen der Türkei hinaus vor allem im arabischen Raum auf reges Interesse gestoßen ist. In dieser Lehrveranstaltung beschäftigen wir uns mit diesem Phänomen, dem sogenannten Neo-Osmanismus. Studierende werden sich kritisch mit literarischen Texten, Fernsehserien, Kinofilmen, Museen und Abenteuerparks, die Bezug auf die osmanische Vergangenheit nehmen. Postkoloniale Theorien, die neo-imperialistische Phänomene durchleuchten, werden zur Analyse herangezogen. Literatur- und kulturwissenschaftliche Ansätze werden in dieser Lehrveranstaltung diskutiert, um literarische und kulturelle Phänomene im historischen und internationalen Zusammenhang verorten zu können.

Zielgruppen:

MA Lehramt HRGe, 3. Fachsemester(3 Credits, Workload: 90 h)

Studienleistung ist ein 15-min. Gruppenreferat mit schriftlicher Ausarbeitung (5 Seiten).

MA Lehramt GyGe, 3. Fachsemester(3 Credits, Workload: 90 h)

Studienleistung ist ein 15-min. Gruppenreferat mit schriftlicher Ausarbeitung (5 Seiten).

Kulturwirt M.A. (5 Credits, Workload: 150 h)

Modulprüfung "Fachübergreifendes Modul" 40-min. mündliche Prüfung zusammen mit der LV "Sozio- und Pragmalinguistik".

Unterrichtssprache: Türkisch

Primärliteratur:

Ahmet Hamdi Tanpınar: Saatleri Ayarlama Enstitüsü

Prof. Dr. Kader Konuk

Literatur- und Kunstkritik / Literaturkritik

Wintersemester 2016/17

Perspektivenwechsel in der türkischsprachigen Literatur

In dieser Veranstaltung behandeln Studierende Orhan Pamuks postmodernen Kriminalroman Benim Adım Kırmızı (1998), welches die Miniaturmalerei im osmanischen Reich des späten 16. Jahrhunderts thematisiert. Unter dem Aspekt der Verarbeitung künstlerischer Formen in der postmodernen Literatur wird der Einfluss der Renaissancemalerei auf die osmanische Kunst in den Vordergrund gerückt. Studierende werden mit literaturwissenschaftlichen und essayistischen Formen der Literatur- und Kunstkritik bekannt gemacht und erlernen ästhetische Grundbegriffe, um im Selbststudium kurze, differenzierte Textanalysen vorzunehmen.

Primärliteratur:

Orhan Pamuk: Benim Adım Kırmızı

Unterrichtssprache: Türkisch


Zielgruppe:

LA MA GyGe 2. Fachsemester (2 Credits, Summe Workload: 60h)

Studienleistung: fünf kurze Schreibübungen

Die Lehrveranstaltung kombiniert drei Präsenzveranstaltungen mit E-Learning und Selbststudium.

Präsenzstunden: insgesamt 9 h