Den Kursschlüssel erhalten Sie von Herrn Prof. Neil  Roughley bzw. von Frau Biallaß!

Traditionellerweise stehen moralische Prinzipien im Zentrum vieler Moraltheorien; so etwa der kategorische Imperativ bei Kant oder das Nutzenprinzip bei Mill. Klar ist, dass diese moralischen Prinzipien uns sagen sollen, was zu tun moralisch richtig ist – aber unklar ist, wie das genau funktioniert und ob es überhaupt gelingen kann. In der zeitgenössischen Debatte sind es die sogenannten Partikularisten, die bestreiten, dass moralische Prinzipien die ihnen zugedachten Rollen erfüllen können. Ihnen zufolge spielen Prinzipien in unserem Nachdenken über Moral keine Rolle und sollten das auch nicht tun.
Wir werden im Seminar zunächst einige traditionelle Konzeptionen moralischer Prinzipien untersuchen, nämlich die von Kant, Mill und Ross und uns dann im zweiten Teil mit einigen partikularistischen Einwänden beschäftigen. Das Ziel des Seminars besteht darin, die titelgebende Frage zu beantworten: brauchen wir moralische Prinzipien, und wenn ja, wozu eigentlich?
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft, auch englisch-sprachige Texte zu lesen.


Emotionen scheinen an der Schnittstelle zwischen unserem Geist und unserem Körper zu liegen. Einerseits beziehen sie sich auf Sachverhalte, ob real oder imaginiert, und sind entsprechend intentional oder gerichtet. Sie scheinen auch vielfach Formen von Bewertungen zu sein: Vor etwas Angst zu haben, scheint eine Weise zu sein, dieses Etwas als gefährlich aufzufassen. Andererseits gehen sie charakteristischerweise mit körperlichen Veränderungen einher. Was wir fühlen, wenn wir emotional sind, scheint auch eng damit zusammen zu hängen. Unterschiedliche Theorien in der Psychologie wie in der Philosophie haben unterschiedliche Dimensionen für zentral gehalten. Wir werden eine Auswahl verschiedener Emotionstheorien vergleichend und kritisch diskutieren.
Voraussetzungen:
Gute Englischkenntnisse und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.