Der filmpraktische Teil der Veranstaltung findet 14tägig statt und beschäftigt sich mit der filmischen Inszenierung eines kurzen Textes. Das kann in Schriftform geschehen oder in einer sprachlichen Umsetzung, mit AkteurInnen, die sowohl im ON als auch im OFF agieren können. Beispiele aus künstlerischen Positionen, aus Experimental- und Spielfilmen werden als Anregung gezeigt.
Der filmtheoretische Teil findet in der integrierten Blockveranstaltung ‚Manifesto’ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik statt: Jede/r Teilnehmende beschäftigt sich mit einer der 13 Vignetten aus Julian Rosefeldts filmischer Installation; Manifesto (2015), die in unterschiedlichen Episoden künstlerische Manifeste filmisch übersetzen. Cate Blanchett verkörpert die jeweilige Hauptfigur in den diversen Szenarien. Was erzählt ihre jeweilige Rolle und die Auswahl der Drehorte? Wie trägt die Kameraführung, die Ausstattung, das Kostüm und die Sprechweise der Protagonistin zur Präsenz und Interpretation des Textes bei? Welche narrativen Strategien gibt es für die Verwendung von Text im Film, entweder in gesprochener, geschriebener oder gestischer Form?

Vorbereitung auf das Praxis-Semester im Fach Kunst