Digitale Medien sind für den Deutschunterricht in zweierlei Hinsicht von Interesse:

(1) Durch die Bereitstellung neuartiger technischer Funktionen bieten digitale Medien innovative Möglichkeiten zur Unterstützung kooperativer Lern- und Arbeitsformen und zur Förderung sprachlicher Kompetenzen. Anhand von Praxisbeispielen für den Einsatz von Lernplattformen (moodle), Wikis und GoogleDocs in Schule und Hochschule erarbeiten wir uns einen Überblick über didaktische Potenziale (speziell im Bereich der Schreib- und Rechtschreibförderung) und diskutieren, wie sich diese sinnvoll im Deutschunterricht nutzen lassen. Daneben vermittelt das Seminar praktische Basiskompetenzen für die Arbeit mit diesen Technologien in der Schule.

(2) Daneben kann die Nutzung digitaler Medien auch selbst zum Gegenstand unterrichtlicher Sprachreflexion werden: Die schriftliche Kommunikation mit WhatsApp, Facebook, Chat, SMS & Co. und deren Stellenwert in der alltäglichen Kommunikationspraxis von Kindern und Jugendlichen (siehe z.B. die Ergebnisse der aktuellen KIM- und JIM-Studien) fordert den Deutschunterricht mehr denn je heraus, ein Bewusstsein für die Bedingungen sprachlicher Variation in Abhängigkeit zu situativen (medialen, sozialen, ...) Kontexten zu vermitteln. Ausgehend von datengestützten Analysen zu den sprachlichen Besonderheiten digitaler Kommunikation und mit Bezug auf die Kompetenzziele des Deutschunterrichts diskutieren wir die didaktische Relevanz des Themas und entwickeln Ideen für seine Behandlung in den Sekundarstufen I und II und an Berufskollegs.

Lehrende: Prof. Dr. Michael Beißwenger und Lena Meyer, M.Ed.

Termin und Raum: Dienstag, 10-12 Uhr, A - A-B07 (Altendorfer Str. 5-9)