Öffentlich geförderte berufliche Weiterbildung im Arbeitsmarktkontext

Die Bundesagentur für Arbeit hat den gesetzlichen Auftrag mit Hilfe der Förderung der beruflichen Weiterbildung die Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsmarktintegration unterqualifizierter Erwerbstätiger und Arbeitsloser zu unterstützen. Die Arbeitsagenturen sind jedoch nicht die einzigen Akteure im Bereich arbeitsmarktorientierter Weiterbildung. Der Europäische Sozialfonds, der Bund, die Bundesländer, sogar die Deutsche Rentenversicherung, Unfallversicherungen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördern Weiterbildung auf die eine oder andere Weise. Gleichwohl sehen sich die "Förderer" nicht als Akteure bildungspolitischer Ziele.

Die Anbieter von Weiterbildungskursen und Lehrgängen bedienen dabei einen Milliardenmarkt und sind Arbeitgeber für Zehnttausende Ausbilder und Pädagogen.

Im Seminar gehen wir folgenden Fragen nach:

Wie wird Weiterbildung konkret gefördert und nach welchen Kriterien erfolgt dies?

Unter welchen strukturellen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen wird Weiterbildung jeweils angeboten.

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen zwischen verschiedenen Einrichtungen und Förderstrukturen?

Welche Zielgruppen werden angesprochen?

Wie wird geförderte berufliche Weiterbildung inhaltlich, methodisch und didaktisch geplant und durchgeführt?

Wie wird die Qualität gesichert?

Gibt es einen Bildungsmarkt für öffentlich geförderte Weiterbildung und wie funktioniert er?

Welche Maßnahmen zu Kundenorientierung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing müssen die Anbieter von Weiterbildung unternehmen?

Zusammenfassend soll  - mit einem exkursiven Blick über die Grenzen  - die Frage erörtert werden, ob, wie und an welcher Stelle eine übergreifende Bildungsplanung erfolgt.

Im Rahmen des Seminars kann eine Fallstudie in Einzel- oder Gruppenarbeit erstellt werden, die sich auf eine konkrete Bildungsmaßnahme, Bildungseinrichtung oder Förderlinie bezieht.