Ziel der Vorlesung ist das Studium holomorpher Funktionen mehrerer komplexer Veränderlicher. Hierbei untersuchen wir zunächst das lokale Verhalten solcher Funktionen (Potenzreihenentwicklungen, Zusammenhang mit reeller Differenzierbarkkeit, ...) und verwenden unser Wissen aus Funktionentheorie I, um die Struktur des Ringes holomorpher Funktionen in der Nähe eines Punktes zu verstehen. Nach dieser lokalen Theorie startet die globale Theorie mit der Definition des Begriffes der komplexen Mannigfaltigkeit. Dies sind Räume, die lokal, aber eben nicht global wie offene Mengen des CC^n aussehen. Wir werden viele klassische Beispiele für komplexe Mannigfaltigkeiten und ihre analytischen Teilmengen (das sind solche, die durch das Verschwinden einer Menge von holomorphen Funktionen definiert sind) kennenlernen und studieren. Ziel ist es, einen Einblick in dieses aktive Teilgebiet der modernen Mathematik zu geben, aber auch die technischen Grundlagen zu legen, die es teilnehmenden Studierenden zum Beispiel ermöglichen, anschließend in einen Zyklus über Algebraische Geometrie einzusteigen. Einen guten Einblick in die behandelten Themen liefert das unten angegebene Buch von Fritzsche und Grauert.