Sterben und Tod waren in der Vormoderne allgegenwärtig. Die
Kindersterblichkeit war hoch und die allgemeine Lebenserwartung
angesichts von Seuchen und Kriegen niedrig. Die Geschichte des Todes ist
folgerichtig zu einem der wichtigsten Gebiete der historischen
Anthropologie geworden. Die Veranstaltung fragt danach, wie die Menschen
in Spätmittelalter und Frühneuzeit mit dem Tod umgingen, welche
Vorstellungen sie dabei leiteten, welche Praktiken und Rituale den
Abschied der Lebenden von Toten gestalteten und wie diese Gesellschaft
und Kultur prägten.
- Lehrende(r): Scheller Benjamin