Darstellungen von Transgeschlechtlichkeit gewinnen in den letzten
Jahren an medialer Präsenz. Dies gilt auch für die KJL, wobei diese
Entwicklung zum Teil begrüßt, zum Teil jedoch auch abgelehnt wird,
wodurch das Thema eine besondere Relevanz aufweist. In diesem Seminar
sollen vier beispielhafte Texte für Kinder und (junge) Jugendliche
betrachtet werden, die versuchen, geschlechtliche Vielfalt affirmativ
darzustellen. In der Textanalyse werden dabei auch textuelle Praktiken
von In- und Exklusion, sowie Normierungsstrategien berücksichtigt, um
einen reflektierten und diversitätsbewussten Blick auf
transgeschlechtliche Inszenierungen zu erlangen.
Die Bücher, die hier in den Blick genommen werden sind „Florian“ von
JR Ford, Vanessa Ford und Kayla Harren (2022), „Fred und ich“ von Lena
Hach (2023), „Korianderkuss“ von Antje Herden (2024) und „Der Katze ist
es ganz egal“ von Franz Orghandl (2020). Eine Lektüre der Titel vor dem
ersten Block ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Die relevante
Sekundärliteratur wird online bereitgestellt