- Lehrende(r): Sven Alexander Neeb
Suchergebnisse: 10577
- Lehrende(r): Jessica Holste
- Lehrende(r): Nicole Wiederroth
2019 und 2020 sind die neuen Kernlehrpläne Geschichte und Gesellschaftslehre für alle Schulformen der Sekundarstufe 1 in Nordrhein-Westfalen erschienen. Diese bilden auf den ersten Blick eine wichtige Grundlage für das Handeln von Lehrpersonen, spielen aber nach einer empirischen Studie von Bodo v. Borries (2005) im Alltag aber keine große Rolle. Was also sind Lehrpläne und welche Funktionen erfüllen sie? Die letzte monographische Untersuchung („Geschichte amtlich“), die darauf eine Antwort zu finden suchte, stammt aus dem Jahr 1989, konnte also Kompetenzorientierung und Inklusion noch nicht berücksichtigen. Es ist also an der Zeit, sich Lehrplänen zuzuwenden und nach ihren Zielen, Aufgaben, Funktionen und nach ihrer Reichweite zu fragen. Wer macht also solche Pläne? In welchem Verhältnis stehen sie zur Fachwissenschaft, zur Fachdidaktik und zur Geschichts- und Erinnerungskultur? Und welche Folgen haben sie für Lehrpersonen, den Geschichtsunterricht, die Schulbücher und die Schülerinnen und Schüler?
Einführende Literatur:
- Bernd Schönemann: Lehrpläne, Richtlinien,
Bildungsstandards, In: Hilke Günther-Arndt/Meik Zülsdorf-Kersting (Hrsg.):
Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin
6. Aufl. 2014, S. 50–66.
- Hans-Jürgen Pandel: Didaktische Konstruktion: Themen und Inhaltsbestimmung, in: ders.: Geschichtsdidaktik. Eine Theorie für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2013, S. 179–205.
- Joachim Rohlfes: Lehrpläne/Richtlinien/Curricula, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48 (1997), S. 555–562.
- Franziska Conrad: Vom Lehrplan zum Schulcurriculum, in: Michele Barricelli/Martin Lücke (Hrsg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Bd. 2, Schwalbach/Ts. 2012, S. 386–400.

- Lehrende(r): Markus Bernhardt
Diese Vorlesung bietet einen orientierenden Überblick über die Epochen der griechischen und römischen Antike: über das archaische Griechenland (750-480 v. Chr.), das Griechenland in klassischer Zeit (480-336), den Hellenismus (336-30), die römische Republik (750-27), die römische Kaiserzeit (27 v.-294 n. Chr.) und die Spätantike (294-641). Sie behandelt die Genese und den Wandel der politischen und religiösen Ordnungen sowie der sozialen und wirtschaftlichen Strukturen auf der Grundlage der Interpretation exemplarisch ausgewählter Quellen im Rahmen theoretischer Konzepte. Dabei findet auch die Einbettung der griechischen und römischen Geschichte in globale Zusammenhänge der Alten Welt Berücksichtigung.
Literatur zur Einführung:
- Hans-Joachim Gehrke, Kleine Geschichte der Antike, München 2003
- Hans-Joachim Gehrke & Helmuth Schneider (Hrsg.), Geschichte der Antike: Ein Studienbuch, 5. Auflage Stuttgart 2019
- Stanley M. Burstein, The World from 1000 BCE to 300 CE, Oxford 2017
- Beate Wagner-Hasel, Antike Welten, Frankfurt a. M. 2017
- Hans-Joachim Gehrke (Hrsg.), Geschichte der Welt vor 600: Die frühen Zivilisationen, München 2017
- Andrew Erskine (Hrsg.), A Companion to Ancient History, Oxford & Malden, MA 2009
- Lehrende(r): Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer
Theoriendynamik
- Lehrende(r): Jonas Fischer
- Lehrende(r): Hans-Werner Ingensiep
- Lehrende(r): Bernhard Fisseni
Das Seminar soll die folgenden Ziele erreichen:
· Kenntnis wichtiger bildungsgeschichtlicher Ereignisse
· Kenntnisse über methodische und methodologische Aspekte der Historiographie der Erwachsenenbildung
· Fähigkeit zur Bearbeitung bildungsgeschichtlicher Fragen
· Fähigkeit zur Beurteilung von Entwicklungslinien und zur Einordnung von Ereignissen in bildungsgeschichtliche Kontexte
Folgende Fragen sind dabei leitend:
· Was ist Gegenstand der Betrachtung?
· Was hat sich ereignet?
· Was ist gedacht worden?
· Welche Organisationsformen hat es gegeben?
· Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der EB-Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen?
Wie werden bestimmte Entwicklungen gedeutet?- Lehrende(r): Dieter Gnahs
- Lehrende(r): Charlotte Kurbjuhn
- Lehrende(r): Simone Krämer
Einführungsseminar zur Geschichte der Fotografie und Neuer Medien in der Kunst und Kunstwissenschaft.
In dem Seminar werden an Einzelpositionen die Entwicklung der Fotografie und des Films betrachtet und die Rolle in der Kunst und Kunstwissenschaft/Kunstgeschichte untersucht.
- Lehrende(r): Simone Krämer
Seit es den Kapitalismus gibt, artikuliert sich zugleich grundlegende Kritik an einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die den Kritikern als grundlegend revisionsbedürftig erscheint. Wirtschaften in der kapitalistischen Moderne ging immer einher mit Kritik an den Formen von Ungleichheit und Armut, an Ausbeutung und Instabilität ebenso wie an Umweltschäden oder den Formen der Herrschaft, sei es im Betrieb, in der Politik oder im Maßstab der Globalisierung. Das Hauptseminar nimmt die Epoche seit dem Vormärz in den Blick und verfolgt eine doppelte Stoßrichtung. Zum einen will es die Ideen und Artikulationsformen der Kapitalismuskritik ausgehend von den soziologischen Klassikern rekonstruieren. Zum anderen gilt es aber auch nach Funktionen und Wirkungen der Kritik zu fragen. Dabei ist von besonderem Interesse, wieweit die Inkorporierung der Kritik zur Stabilisierung des Kapitalismus beitrug.

- Lehrende(r): Tim Schanetzky
| Kommentar | Die Veranstaltung führt in die Geschichte der Kindheit und Kinderarbeit ein. Wir befassen uns zunächst mit der Historiographie: Seit wann wird die Geschichte von Kindern und Kindheit erforscht? Welche zentralen Studien und Debatten gab es im Lauf der Zeit und welche Themen bestimmen die aktuelle historische Forschung zu Kindheit und Kindern? Zudem befassen wir uns damit, wie sich die Konzeptualisierung von “Kind” und “Kindheit” historisch gewandelt hat. Der zeitliche Schwerpunkt liegt auf dem langen 19. Jh., wenngleich wir auch einen Blick auf die Antike, das Mittelalter und die Frühneuzeit werfen, um die Ursprünge von Kindheitskonzepten zu verstehen. Geographisch werden wir uns vorrangig mit Europa beschäftigen, da es hierzu zahlreiche Studien gibt, aber auch Nord- und Südamerika betrachten. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf dem arbeitetenden Kind: Wie und wann haben Kinder gerabeitet? Was änderte sich in der Folge der industriellen ®evolution und ab wann wurde Kinderarbeit bekämpft und warum? Ziel ist es u.a. ein Bewußtsein dafür zu bekommen, dass die modern Konzeption von Kindheit – das Schulkind mit zahlreichen Kinderrechten – historisch jung ist. Wir werden auch problematisieren, dass auch heute noch Millionen von Kindern weltweit das “Recht auf Kindheit” verwehrt bleibt. Vorraussetzung für die Teilnahme ist die Lektüre englischsprachiger Texte. |
|---|---|
| Literatur | Ariès, Phillipe/ Duby, Georges (Hgg.), Von der Renaissance zur Aufklärung (Geschichte des privaten Lebens, Bd. 3), Frankfurt am Main 1994. Heywood, Colin, A History of Childhood, Children and Childhood in the West from Medieval to Modern Times(Cambridge, UK, and Medford, MA: Polity Press, 2017). Hindman, Hugh D., (ed.) The World of Child Labour: An Historical and Regional Survey (M.E. Sharpe, 2009). Cunningham, Hugh, Children and Childhood in Western Society since 1500 (London: Pearson Longman, 2005 [1995]). [Auf Deutsch: Cunningham, Hugh, Geschichte des Kindes in der Neuzeit (Düsseldorf: Artemis & Winkler Verlag, 2006).] |
| Bemerkung | 2-Fach-Bachelor Freie Übung Neuere und Neueste Geschichte |
- Lehrende(r): Nina Schneider
Die
Geschichte der Kunst und die Geschichte der Kunstwissenschaft werden seit
Beginn der Neuzeit wesentlich von der Gattung der Malerei bestimmt. Ziel des
Seminars wird es zunächst sein, einen historischen Überblick über wichtige
Kunstwerke im Zeitraum vom 14. bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu geben.
Stilbegriffe können hier Hilfsmittel sein, die zugleich auch ein genaues
Beschreibungsvokabular erforderlich machen: Wie ist ein Bild aufgebaut, wie
lassen sich seine formalen Gegebenheiten (u.a. Perspektive, Licht, Farbe)
vergleichend benennen und beschreiben? Schon früh beschäftigen sich Künstler
und Kunstliteraten mit der visuellen Wahrnehmung und ihren physiologischen
Bedingungen, rückgebunden an historische und soziokulturelle Kontexte: Die
Malerei wird als Medium der täuschenden Illusion, als Form der Belehrung und
des Erinnerns, oder als Ausdruck schöpferischer Kreativität genutzt und
gedeutet. Diese Interpretation des Kunstwerkes drückt sich im begleitenden
kunsttheoretischen Schrifttum aus. Sie ist auch das Anliegen der
unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen der Kunstwissenschaft selbst und
gehört damit zum weiteren Arbeits- und Diskussionsmaterial des Seminars.
- Lehrende(r): Gabriele Genge
- Lehrende(r): Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer
- Lehrende(r): Ralf-Peter Fuchs
- Lehrende(r): Helge Goman
In
dieser Vorlesung sollen konzentriert die Spanischen Niederlande in den Blick genommen werden.
- Lehrende(r): Ralf-Peter Fuchs
Die Jahre von 1400 bis 1600 waren eine Zeit vielfältiger Aufbrüche und Krisen: Spätscholastik und Humanismus, Reformation und Bauernkrieg, Konfessionalisierung und die Suche nach dem „Wahren Christentum“ stehen für einen Willen zur Veränderung, der in die Moderne weist und sie zugleich in Frage stellt (Hexenverfolgungen, Religionskriege). Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über diese nicht nur für das Selbstverständnis des Protestantismus bedeutsame Epoche.
- Lehrende(r): Marcel Nieden
Die Kirchen wurden im 19. und 20. Jahrhundert vielfach herausgefordert: der Säkularisierungsschub durch die Aufklärung, die soziale Frage, der Kolonialismus und die Begegnung mit der religiösen Welt der „Anderen“, die wechselnden Verfassungssysteme bis hin zur Diktatur, das Trauma der Weltkriege, der Siegeszug des Kapitalismus und der „Rationalisierung“, die globalen Migrationsbewegungen. Das Gesicht des Christentums hat sich in den letzten beiden Jahrhunderten grundlegend verändert. Die Vorlesung thematisiert Ereignisse, Prozesse und Strukturen, deren Kenntnis zum Verstehen der heutigen Situation des Weltchristentums unverzichtbar ist.
- Lehrende(r): Marcel Nieden
Spätestens seit dem Ende des Hundertjährigen Krieges entwickelte sich Frankreich zu einem der mächtigsten und einflussreichsten Staaten Europas. Seine Politik, Kultur, Sprache und selbst seine Mode prägten den Kontinent über einen langen Zeitraum. Das Seminar soll einen Überblick über zentrale Themen und Grundfragen der französischen Geschichte im europäischen Kontext vermitteln und die Möglichkeit bieten, sich gezielt in einzelne Teilbereiche einzuarbeiten.
- Lehrende(r): Wolfgang Treue