Anwendungsbezogene Kenntnisse über sportive Angebote und Interventionsmöglichkeiten
- in ausgewählten Feldern (z. B. Umwelterziehung, Gesundheitserziehung) und
- in unterschiedlichen Settings.
- Lehrende(r): David Kreß
Anwendungsbezogene Kenntnisse über sportive Angebote und Interventionsmöglichkeiten
- in ausgewählten Feldern (z. B. Umwelterziehung, Gesundheitserziehung) und
- in unterschiedlichen Settings.
Japan im Geschichtsunterricht
Trotz großen Interesses und einer immer breiteren (pop-)kulturellen Repräsentation japanischer Kultur spielt das Land der aufgehenden Sonne im Geschichtsunterricht lediglich bei der Thematisierung des zweiten Weltkriegs eine Rolle; Die Kultur- und Mentalitätsgeschichte Japans bietet jedoch einzigartige Zugriffsmöglichkeiten durch Geschichtsunterricht, der über die Ereignisgeschichte hinausgeht.
Am Beispiel der Geschichte Japans von der Isolation des Landes bis zum Zweiten Weltkrieg soll im Rahmen des Hauptseminars die Grundlage einer globalhistorischen Unterrichtsreihe entstehen, die Ihnen Planungs- und Designperspektiven für curriculare Innovation bieten sollen, die an bestehende Lerninhalte der Sekundarstufe anknüpft. Neben den fachlichen Grundlagen bis zum Ende der imperialistischen Expansion Japans stehen vor allem der didaktische Zugriff und Materialdesign im Vordergrund.
Kenntnisse der japanischen Sprache sind keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
Seit einigen Jahren sind Romane von japanischen Autor*innen wie Haruki Murakami, Banana Yoshimoto oder Yoko Ogawa nicht von den Bestsellerlisten wegzudenken. Japan hypt - zumindest auf dem Literaturmarkt. Aber die Exotik des fernen Ostens begeistert deutsche Leser*innen nicht erst in jüngster Zeit. Nachdem Japan über Jahrhunderte für die übrige Welt nicht erreichbar war, konzentrierte sich nach der Öffnung des Landes 1854 das Interesse vieler Autoren, Wissenschaftler und Reisenden auf das ‚unbekannte‘ Land. Dies hat sich vielfältig in der deutschsprachigen Literatur niedergeschlagen: Es entstanden Reiseberichte, Romane, Gedichte und sogar Dramen, in denen die Figuren und die Leser dem kulturell Fremden begegnen. Das Andere wird zum Vorbild oder Schreckbild, die eigene Kultur wird - im positiven oder negativen Sinne - japanisiert, die japanische Kultur 'verwestlicht'. Wichtige Verschiebungen im Japanbild bringen die politischen Wechsel vom Kaiserreich über die Weimarer Demokratie zum NS-Staat bis zur Bundesrepublik mit sich.
Im Seminar wird es im Schwerpunkt um Texte des frühen 20. Jahunderts und der unmittelbaren Gegenwartsliteratur gehen. Neben theoretischen Aufsätzen zum Exotismus, zur Fremdheit und Interkulturalität werden vornehmlich Romane und Reiseberichte gelesen.
Teil des Seminars ist der Poet in Residence: In diesem Semester besucht uns Christoph Peters, gebürtig vom Niederrhein, der sich seit fast 40 Jahren mit Japan beschäftigt und immer wieder japanische Motive, Handlungsorte und Figuren in seinen Romanen aufgreift. Zudem hat er 2021 den Reiseessay Tage in Tokio veröffentlicht. Peters ist vom 9. bis 12. Dezember an der UDE, Sie besuchen mindestens zwei seiner Poetik-Vorlesungen bzw. seiner Lesungen (Mo-Do 16-18 Uhr). Ggf. besteht für einzelne Teilnehmer*innen nach Rücksprache die Möglichkeit, an seiner Schreibwerkstatt teilzunehmen.
Folgende Primärliteratur ist die Grundlage des Seminars und muss intensiv durchgearbeitet werden:
Der Buchauszug von Hearn und die Novelle von Dauthendey sowie die verbindliche Forschungs- und Sekundärliteratur werden Ihnen in Form von PDFs zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme am Kurs setzt ausdrücklich die Bereitschaft zur umfangreichen Lektüre und regelmäßigen aktiven Teilnahme voraus.

Dieses Hauptseminar ist für Sie geeignet, wenn Sie das Modul Literaturwissenschaft II im Studiengang 2-Fach-Bachelor oder im Studiengang Kulturwirt studieren oder aber Leistungen kompensieren müssen, die regulär im Auslandsmodul erbracht werden (Lehramtsbereich Bachelor). Keine Anerkennung dieser Lehrveranstaltung erfolgt für alle Masterstudiengänge sowie für das Modul Literaturwissenschaft I (hier besuchen Sie bitte ein Proseminar).
Wenn die obige Beschreibung auf Sie zutrifft, haben Sie in dieser Lehrveranstaltung Gelegenheit, einen weltberühmten Autor sowie seine Rezeption in der französischen Gegenwartsliteratur näher kennenzulernen. Jean Racine war bereits in seiner Zeit ein ‚Klassiker‘. Unter Ludwig XIV. tatsächlich höchst erfolgreich, taucht er als Dichterfürst an der Seite des Sonnenkönigs in der zeitgenössischen Literatur wieder auf. So ist seine fiktionalisierte Biografie beispielsweise Gegenstand des Romans Titus n’aimait pas Bérénice, der 2015 den renommierten Prix Médicis erhielt.
Zur Anschaffung:
• Nathalie Azoulai : Titus n’aimait pas Bérénice. Paris, P.O.L. 2015 [am besten in der Gallimard-Ausgabe von 2017; ISBN-13: 978-2070794065]
Die zu lesenden kürzeren Texte sowie regelmäßige Arbeitsaufträge werden für Sie auf Moodle bereitgestellt. Das Passwort teile ich Ihnen in einer Rundmail eine Woche vor dem Beginn des Seminars mit.
Der Glaube an Jesus Christus steht im Zentrum christlichen Glaubens. Doch spielt die Christologie im gegenwärtigen Religionsunterricht keineswegs die Rolle, die ihr von der Zentralität des Themas doch eigentlich zukommen müsste. Das Seminar will den sich in diesem Umstand verbergenden Verlegenheiten nachgehen, mögliche kompetenzorientierte Zugänge zur Person Jesu diskutieren und nach gegenwartstauglichen Konzepten christologischen Verstehens fragen.
Jewish-American Women Writers
Mondays 16-18
Moduls: KuWi, MA
R12 RO4 B11
As the literary and cultural critic Susan Gubar has pointed out, the category "Jewish-American Woman Writer" is not immediately clear, the term “Jewish” remaining more "porous than the words 'American' and 'women.'" Many noted American writers happen to be women and to be Jewish. This course will focus on Jewish-American women writers whose work is identified with Jewish cultural, religious, familial, psychological, ethical, historical, or spiritual issues. Among these writers, important themes have included immigration, assimilation, Jewish mysticism, and the hotly contested second-class status of women in Judaism, a touchstone of which is the prayer uttered by all religious Jewish men daily thanking God for not making them a woman. Women artists and writers who are either religious Jews or highly influenced by religious culture grapple with the consequences of this prayer in their writings. “I've been a problem within a problem,” Adrienne Rich has explained, “'the Jewish Question,' 'the Woman Question' - who the questioner? Who is supposed to answer?” In search of some answers, and of some more questions, this course will explore a range of 20th and 21st century Jewish-American women writers. Students should purchase the following:
Sydney Taylor, All of a Kind Family (1951) (a children’s book about five little girls growing up in a Jewish family on the Lower East Side of Manhattan)
Anzia Yezierska, Bread Givers (1925) (Immigrant Jewish families, same location) Also online here: http://faculty.history.umd.edu/BCooperman/NewCity/BreadGivers.html
Rebecca Goldstein, The Mind-Body Problem (1983) (A brilliant Jewish woman in conflict with her orthodox family; education is not their goal for her).
Wendy Wasserstein, Shiksa Goddess: Or, How I Spent My Forties—Essays (2002) (Cultural criticism and great wit from a wonderful playwright)
Cynthia Ozick, The Puttermesser Papers: A Novel (1998) (a modern tale involving an ancient mystical figure—the Golem)
Roz Chast, Can’t We Talk About Something More Pleasant? A Memoir (2016) (A graphic memoir about the author’s aging parents)
All students: My personal preference, if we meet in person, is for all of us to be (like me) fully vaccinated. The choice is yours, but my chronic condition puts me in life-threatening danger if I am exposed to the Coronavirus. Thank you for considering this request.
Requirements: Attend all classes do all readings, engage in class discussions. All students will give a brief (5 minute) talk interpreting—not summarizing-- a scene, a theme, or a character. All students will write a brief (one page) exploration of a passage from the readings. Put the passage into your own words and explain what’s interesting about it.
„A Theorie of Justice“ („Eine Theorie der Gerechtigkeit“, 1971) hat John Rawls zu einem der einflussreichsten politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts gemacht. Bis zu seinem Tod hat er seine Theorie weiterentwickelt. Ausgehend von Rawls‘ Hauptschriften untersuchen und diskutieren wir seine zentralen Konzeptionen und daran anschließende wissenschaftliche Diskussionen, etwa zu Fragen gerechtfertigter Ungleichheiten, der Verteilungsgerechtigkeit oder friedlicher internationaler Kooperation. Das Seminar findet (soweit pandemiebedingt möglich) in Präsenz auf dem Campus statt. Die Seminarsprache ist Deutsch, wir werden aber einige englischsprachige Texte lesen und diskutieren. Als Studienleistung ist eine mündliche Präsentation im Seminar zu halten; Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit. |
„A Theorie of Justice“ („Eine Theorie der Gerechtigkeit“, 1971) hat John Rawls zu einem der einflussreichsten politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts gemacht. Bis zu seinem Tod hat er seine Theorie weiterentwickelt. Ausgehend von Rawls‘ Hauptschriften untersuchen und diskutieren wir seine zentralen Konzeptionen und daran anschließende wissenschaftliche Diskussionen, etwa zu Fragen gerechtfertigter Ungleichheiten, der Verteilungsgerechtigkeit oder friedlicher internationaler Kooperation. Das Seminar findet (soweit pandemiebedingt möglich) in Präsenz auf dem Campus statt. Die Seminarsprache ist Deutsch, wir werden aber einige englischsprachige Texte lesen und diskutieren. Als Studienleistung ist eine mündliche Präsentation im Seminar zu halten; Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit. |
„A Theorie of Justice“ /"Eine Theorie der Gerechtigkeit" (1971) hat John Rawls zu einem der einflussreichsten politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts gemacht. Bis zu seinem Tod hat Rawls seine Theorie weiterentwickelt. Ausgehend von Rawls‘ Werk untersuchen und diskutieren wir seine zentralen Konzeptionen und daran anschließende wissenschaftliche Diskussionen, etwa zu Fragen gerechtfertigter Ungleichheiten, der Verteilungsgerechtigkeit oder friedlicher internationaler Kooperation.
Das Seminar findet (soweit pandemiebedingt möglich) in Präsenz auf dem Campus statt. Die Seminarsprache ist Deutsch, wir werden aber einige englischsprachige Texte lesen und diskutieren.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind eine mündliche Präsentation, die Anfertigung eines Exposés zur Hausarbeit (Studienleistungen) sowie eine Hausarbeit (Prüfungsleistung) zu erbringen.
Die Bibel ist (neben ihrer religiösen Bedeutung) eins der ältesten und wichtigsten literarischen Werke, mit einer ungebrochenen Rezeptionsgeschichte bis heute. An Passagen des Alten Testaments soll untersucht werden, worin die literarische Bedeutung der Texte besteht und wie diese durch ständige Wiederaufnahme überzeitliche Bedeutung erlangen. Mit einem Schwerpunkt auf der Arbeit des Österreichischen Bibelübersetzers (14. Jh.) sollen verschiedene Verarbeitungen herangezogen werden und breitere Kontexte erschlossen werden. Dazu gehören die Verarbeitung biblischer Stoffe und Motive in der Literatur bis in die Jetztzeit (z. B. Thomas Manns ‚Josephsroman‘), die literaturwissenschaftliche Analyse und der interkulturelle Kontext (etwa die Bedeutung Abrahams im Islam), natürlich auch die Diskussion über Fiktionalität und Literarizität, die bei einem religiösen Werk nicht zu vernachlässigen ist.
Literatur:
Die Textgrundlage wird im Seminar bereitgestellt.
Ergänzende Lektüre:
Hans-Peter Schmidt: Schicksal Gott Fiktion. Die Bibel als literarisches Meisterwerk. Mit einem Vorwort von Jan Assmann. Paderborn, München, Wien, Zürich 2005.
Dient der Vorbereitung von situativen Treffen des Arbeitsbereichs Frühe Neuzeit.
Einzelaspekte werden im Zentrum des Seminars stehen, die alle zusammen „Judentum“ ausmachen; aber sie unterliegen keiner Dogmatik noch sind sie in einem Katechismus zusammengefasst. Daran liegt die Schwierigkeit sowohl für Nichtjuden als auch für agnostische Juden, das Judentum zu verstehen. Zudem ist das Judentum ja mehr als eine Religion. Das bedeutet, dass es immer wieder innerjüdische Diskurse gab, die sich an den sich daraus ergebenden Optionen orientierten. In der Neuzeit hat sich allerdings der ultra-orthodoxe Teil im Judentum extrem ausgedehnt. Die heutigen Strömungen werden kurz vorgestellt werden.
(MA-Modul 4
und BA-Modul 6: Mi 12 Uhr)
„Jüdische und christliche Zugänge zur Gottebenbildlichkeit des Menschen und seiner Schöpfungsverantwortung“
Was heißt es, im Bild oder als Bild Gottes (imago Dei) geschaffen zu sein? Dieser Frage wollen wir nachgehen, indem wir uns zunächst die zugrundeliegenden Bibelstellen anschauen (Gen 1,26f; 5,1-3; 9,6), denn die hier auftretenden exegetischen Problemstellungen haben eine Reihe verschiedener Interpretationen im Laufe der Wirkungsgeschichte dieser Texte motiviert. Wir werden exemplarische Deutungsmodelle der Gottebenbildlichkeit des Menschen sowie deren ethische Implikationen und Konsequenzen diskutieren.
1. Zunächst konzentrieren wir uns auf das mimetische Deutungsmodell, das beschreibt, inwiefern Gott und Mensch einander ähnlich sind bzw. werden können. In diesem Zusammenhang werden wir Luthers Einwände gegen Augustins einflussreiche, in De trinitate vorgebrachte Idee vom Menschen als Abbild der göttlichen Dreifaltigkeit sowie jüdischerseits die anti-mimetischen Zugänge von Lévinas und Jabès analysieren.
2. Die relationale Deutung der Gottebenbildlichkeit richtet sich nicht zuvörderst auf bestimmte Züge und Eigenschaften, die Gott und Mensch gemeinsam sind, etwa die Freiheit, sondern vor allem auf das Gegenüber und Ich-Du-Verhältnis von Gott und Mensch – so Bonhoeffer in Schöpfung und Fall, davon inspiriert Barth in seiner Kirchlichen Dogmatik. Damit zu vergleichen sind die entsprechenden Kapitel bei Ebeling und Thielicke.
3. Das dynamische Modell der (Ent-)Bildung versteht die Gottebenbildlichkeit nicht als etwas Gegebenes, sondern als etwas, das erst durch einen Entwicklungs- oder Verklärungsprozess erreicht werden muss, wobei Aktivität und Passivität auf spannende Weise miteinander verschränkt sind, z.B. bei Pico della Mirandola, Meister Eckhart und Kierkegaard.
4. Beim funktionalen Verstehensmodell, das dem von seinen Autoren intendierten Sinn der biblischen Texte am nächsten kommen dürfte, steht die Schöpfungsverantwortung des Menschen im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang werden wir erörtern, welche Ansätze den aktuellen Herausforderungen wie der globalen Klimaveränderung am ehesten gewachsen sind.
Insbesondere das relationale Modell ist dialogphilosophisch inspiriert, weshalb wir – im Blick auf Rosenzweig und Benjamin – auch die Bedeutung der Sprache für das Verhältnis zwischen Gott und Mensch untersuchen werden. Darüber hinaus werden zeichen- und bildtheoretische Überlegungen (Peirce und Mitchell) zum Tragen kommen: Inwiefern kann der Mensch als ein leibhaftes, kommunizierendes Bild verstanden werden, das mit Worten oder ohne Worte spricht?
Erste Sitzung: 8. April
Letzte Sitzung: 15. Juli
Zum Seminar gehört zudem der theologisch-pädagogisch-sprachphilosophische Studientag am 5. Juni, 11.30-17.30 Uhr: „‚Aller Unterricht endet in einer Art Schweigen‘: Sprache und (in)direkte Mitteilung bei Hamann und Kierkegaard“
Die individuellen Themen der Referate und Hausarbeiten vereinbaren wir im Laufe des Semesters. Bitte beachten Sie, dass die Abgabefrist der Hausarbeiten auf 15. August 2020 festgelegt ist.
Literatur zur Vorbereitung:
- einschlägige Lexikonartikel (TRE, RGG etc.)
- Claudia Welz, „Imago Dei – Bild des Unsichtbaren“ in: Theologische Literaturzeitung 136/5 (2011), 479-490.
Wenn Sie mehr lesen wollen, dürfen Sie gern auch in folgendes Buch bzw. die Online-Diskussion darüber hineinschauen:
- Claudia Welz, Humanity in God’s Image: An Interdisciplinary Exploration, Oxford: Oxford University Press 2016 und hierzu die international Diskussion beim Syndicate Symposium: https://syndicate.network/symposia/theology/humanity-in-gods-image/.