Nach der Julirevolution 1830 in Frankreich tut sich in Deutschland einiges. Die Zeit zwischen 1830 und 1848 bringt ganz unterschiedliche gesellschaftliche und literarische Strömungen hervor – vom politisch passiven Biedermeier bis zum progressiven Vormärz. Heinrich Heine, Georg Herwegh, Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt, Ludwig Börne oder Georg Büchner sind die bekannten Namen des Jungen Deutschlands und des Vormärz. Doch daneben stehen einige weniger bekannte: Wer waren Louise Aston, Bettine von Arnim, Therese Huber, Ferdinand Freiligrath oder Adolf Glaßbrenner?
Eine unruhige Zeit treibt eine Literatur hervor, die aufs Engste mit politischem Engagement, Aufbegehren und literarischem Protest verbunden ist. Die Schriften des Jungen Deutschland, durch Beschluss des Bundestags verboten, und die des Vormärz treten ein für eine Umwälzung bestehender politischer wie sozialer Verhältnisse: gegen Restaurationspolitik, für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und gegen Zensur. Ihre politischen Anliegen erscheinen so aus heutiger Perspektive äußerst modern. Gemeinsam wollen wir im Seminar die Autor:innen der Zeit und ihre politischen wie ästhetischen Programme in einer breiten Lektüre kennenlernen und diskutieren.
Das Seminar setzt daher die Bereitschaft zur umfangreicheren
Lektüre der Primärtexte und die Freude an gemeinsamer Diskussion voraus. Das
Seminar beginnt in der Woche nach Ostern. Ein Ersatztermin für den 03.04.23
wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
- Lehrende(r): Sabrina Huber



