Umfasst alle Teilnehmenden der Englisch-Stufenkurse in 2019 für einheitliche Mitteilungen.
- Dozent*in: Dr. Ron Morrain
Umfasst alle Teilnehmenden der Englisch-Stufenkurse in 2019 für einheitliche Mitteilungen.

Kinder und Jugendliche besitzen heute eine hohe Kompetenz, sich in
verschiedene Welten hineinzudenken – in Literatur, Film, Spiel, in
Sprachwelten und religiöse Welten.
Auch die biblischen Texte mit
ihrer kulturellen Verwurzelung, mit ihren Topographien, Figuren und
Metaphern, laden ein, eine (Text-)Welt zu erkunden.
Diese Begegnung mit dem Anderen lädt ein zur Kreativität und zum reflektierenden Blick auf das eigene Leben.
Im
Seminar setzten wir uns mit konstruktivistischer Didaktik auseinander
und bereisen die (Text-)Welt der Bibel mit dem Ziel der konstruktiven
Erschließung.
Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Thema!
"Entdeckungsorientierte Instruktion", oder kurz bezeichnet mit dem Akronym "EOI" ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen "Entdeckenden Lernens".
"Entdeckendes Lernen" ist bereits 1959 durch eine Konferenz führender Lern- und Entwicklungspsychologen sowie Lehrender nahezu aller Studienfächer initiiert worden. Die Konferenz hat in Woods Hole, in der Nähe der Harvard Universität stattgefunden und wird deshalb bis heute als "Woods Hole Konferenz" bezeichnet.
Jerome S. Bruner (1960) hat die Ergebnisse zusammengefasst und "Learning by Discovery" als neue Konzeption des Lernens und Lehrens propagiert. Ein Originalbeitrag von Bruner findet sich auch in meinem Sammelband "Entdeckendes Lernen", der bereits 1981 in einer dritten Auflage erschienen ist.
Die Konferenz hat praktisch unmittelbar danach weltweite Pro- und Kontra-Diskussionen über entdeckendes Lernen ausgelöst, die erstaunlicherweise bis heute anhalten.
Auch in der deutschsprachigen Pädagogik sind besonders ab 1970 viele interessante Projekte und praktische Methoden für entdeckendes Lernen entwickelt worden (z. B. Klewitz & Mitzkat, Hrsg., 1977. Entdeckendes Lernen und offener Unterricht). Bildungspläne und Curricula für nahezu alle Fächer sind nach Entdeckungsprinzipien verändert und neu konzipiert worden (z. B. Deutscher Bildungsrat, 1974: Zur Förderung praxisnaher Curriculum-Entwicklungen). Entsprechende aktuelle internationale Entwicklungen kommen in der Veranstaltung zur Sprache. Die Frage ist in dem Fall: Wieviel entdeckendes Lernen steckt in neueren Bildungsstandards und Konzeptionen des Unterrichtens?
Damit soll der kurze Rundumschlag zum Thema des Kurses an der Stelle abgebrochen werden. Aber bereits diese kurze Darstellung lässt vermuten, dass nahezu alle pädagogisch Tätige schon eigene - aktive oder passive - Erfahrungen mit entdeckendem Lernen gesammelt haben. Auch von Ihnen, als Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann erwartet werden, dass sie bereits einiges darüber wissen, zumindest eine eigene Meinung dazu haben, dass ihnen aber auch bewusst ist, dass noch vieles dazu geklärt werden sollte.
Daher folgende Fragen an Sie:→ Was ich über Entdeckendes Lernen schon weiß: ........
→ Was ich noch nicht weiß: Meine Fragen: ......................
Hinweis: Zu jeder Frage k ein kurzes Brainstorming und die produzierten Ideen aufschreiben. Wichtige Fragen können in der Veranstaltung geklärt werden.
Mit diesen beiden Aufgaben werden zweifellos eigene Denkprozesse über das Tema der Veranstaltung angeregt. Beim entdeckungsorientierten Lernen sind solche, auch als kognitiv bezeichnete Prozesse für das Selbst-Herausfinden von Wissen sogar unverzichtbar. Die Orientierung auf Denkprozesse entspricht sogar einem Grundprinzip aller Versionen und Varianten entdeckenden Lernens.
Allerdings wird das auch im aktuellen Unterricht, selbst im Studium oft nicht beachtet. Es gibt aber Möglichkeiten, dieses und andere Prinzipien und Merkmale entdeckungsorientierter Instruktion schrittweise und progressiv auf höchst einfache Art zu implementieren (z. B. mit der Stop-Point-Methode).
In der Veranstaltung wird auf - weitere grundlegende Prinzipien, - auf definierende Merkmale, - zugrundeliegende Modelle, - deren Weiterentwicklungen, und nicht zuletzt - auf ein Spektrum an praktischen Methoden für alle Fächer und Schulstufen eingegangen werden.
In jeder der sechs Doppelstunden sind zudem auf die eigenen Fächer bezogene Aktivitäten eingebaut (sie lassen sich ohne weiteres als wissensgenerierende Lernaufgaben auffassen). Auch der eigene Wissensstand kann so selbst überprüft werden.
_____________________________________________________________
Hier noch eine leicht verständliche kurze Beschreibung Entdeckenden Lernens.
Quelle: Neber, H. (2009). Entdeckendes Lernen, In K.-H- Arnold, U. Sandfuchs & J. Wichmann (Hrsg.), Handbuch Unterricht. 2. aktualisierte Auflage (214-2189. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Entdeckendes Lernen
Unter der Bezeichnung „entdeckendes Lernen“ (EL) werden eine Reihe unterschiedlicher Instruktionsmethoden zusammengefasst. Deren gemeinsames Merkmal ist, dass stets solche Lernprozesse ermöglicht werden, die sich auf kognitive Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler stützen. Wissen wird also durch im Unterricht ermöglichtes oder angeregtes eigenes Nachdenken generiert und E.L. ist als konstruktivistischer Ansatz der Instruktion einzuordnen. Historisch lässt er sich zumindest bis Dewey (How we think) zurückführen. Den wohl wichtigsten Anstoß haben allerdings Ergebnisse der Kognitionsforschung geliefert, die Bruner zusammenfasste (Neber, 1982). Auch nach neueren Erkenntnissen ist selbst generiertes Wissen behaltens- und transferwirksamer als rezeptives Lernen. Zudem wird so intrinsische Motivation gefördert. In den 1970er Jahren sind dazu Curricula für naturwissenschaftliche Fächer entwickelt worden, die neben dem Erwerb transferierbaren fachspezifischen Wissens besonders die Entwicklung von Fertigkeiten selbständigen Forschens anstrebten (inquiry skills). Mit den Ende der 1990er Jahre formulierten amerikanischen Standards für den naturwissenschaftlichen Unterricht haben Methoden entdeckenden Lernens (auch als inquiry oder forschendes Lernen bezeichnet) nun auch im deutschen Sprachraum erneut aktuelle Bedeutung erlangt.
Drei Grundversionen ELs sind zu unterscheiden (vgl. Neber, 2006): EL durch Konfliktinduktion und –lösung, EL durch Beispiele und Erklären sowie EL durch Explorieren und Experimentieren.
Ein dosiertes Ausmaß an kognitiver Konfliktinduktion im Unterricht kann durch Darbietung widersprüchlicher Information oder, wie in Suchmans „inquiry training“ (Neber, 1982) durch Präsentation physikalischer Versuche mit überraschendem Ausgang erzeugt werden. Daraus resultiert kognitives Ungleichgewicht, das im optimalen Fall Neugier als motivationale Voraussetzung für weiteres Fragenstellen und gezielte Informationssuche der Schüler auslöst. EL durch Konfliktinduktion und –lösung kann dazu beitragen, dass Schüler ihr bisheriges Wissen umstrukturieren (conceptual change). Zur Realisierung stehen Modelle von Lernzyklen zur Verfügung (s. Neber, 2006). In stark gelenkter Form findet es sich beim sokratischen Lehren.
EL durch Beispiele und Erklären ist aus Forschungen zum Erwerb von Begriffen abgeleitet und repräsentiert die früheste Version ELs. Grundidee ist, Lernenden lediglich Beispiele oder Fälle von zu erwerbenden Begriffen zusammen mit Nicht-Beispielen zu bieten. Durch Analyse und Vergleich solcher Lernmaterialien induzieren Schüler die definierenden Merkmale und konstruieren ihr Wissen über konkrete (z. B. Haushaltwaren) und abstrakte Begriffe (z. B. chemische Reaktion) somit durch eigene kognitive Aktivitäten. Zur Analyse von Beispielen/Fällen sollten allerdings erforderliche Fertigkeiten (z. B. Selbsterklärungsstrategien) vermittelt werden.
Die komplexeste Version ELs ist das Lernen durch Explorieren und Experimentieren, das auch als forschendes Lernen bezeichnet wird. Ziel ist die Generierung kausalen Wissens als Resultat eines aktiven Forschungszyklus. Dieser ist in Phasen organisiert, beginnend mit der Beobachtung von Phänomenen, über das Stellen von Untersuchungsfragen, Hypothesenbilden, Planen und Durchführen, Interpretieren und Kommunizieren der Resultate. Für Schüler ist es schwierig, vollständige Forschungszyklen zu organisieren. Daher sollte von zunächst stark gelenkten Formen zu offeneren Formen übergegangen werden. Für alle Versionen ELs gilt, dass sie von stark gelenkt bis weitgehend schülergesteuert durchgeführt werden können. Völlig ungelenkte Formen ELs finden sich allerdings nicht. Es wäre daher ein Missverständnis, EL mit ungelenktem Lernen zu verwechseln.
Einführende Literatur
Neber, H, (Hg.) (31982): Entdeckendes Lernen. Weinheim – Neber, H. (2006): Entdeckendes Lernen. In: D.H. Rost (Hg.): Handwörterbuch Pädagogische Psychologie. 3. überarb. Aufl. Weinheim
Heinz Neber
Pro-Seminar ENTENDER AMÉRICA LATINA A TRAVÉS DE SUS ECONOMÍAS
The general introductory session to all master courses offered by the group will take place on April, 09th 4:00 pm
| Lecture | Exercise | |
|---|---|---|
| Course Instructor: | Prof. Dr. Ulrich Frank |
Pierre Maier |
| Start: | The first lecture will take place on April, 09th 2024. | |
| Time: | Tuesday, 18.00 st (Wednesday, 10.00 st, moved) Thursday, 14.00 st Sessions will be swapped between lecture and tutorial. |
Falls Sie Schwierigkeiten mit der Einschreibung in den Moodle-Kurs haben, wenden Sie sich bitte an sekretariat.iis@icb.uni-due.de.


Falls Sie Schwierigkeiten mit der Einschreibung in den Moodle-Kurs haben, wenden Sie sich bitte an sekretariat.iis@icb.uni-due.de.


Die Europäische Union stellt in ihrer Größe und Tiefe ein einzigartiges politisches Integrationsprojekt dar. 27 Nationalstaaten geben weitreichende nationale Kompetenzen auf, um auf europäischer Ebene gemeinsam Politik zu machen. Denn was oft in komplexen, kaum verständlichen Gesetzestexten festgehalten wird sind hochpolitische Entscheidungen – zur (nicht-)Handhabung nationaler Grenzen, Asyl- und Migrationspolitik, Sozialpolitik, bis hin zu vermeintlichen „Kleinigkeiten“ wie Ladegeräten für Handys oder dem berühmten Krümmungsgrad von Gurken.
In den letzten Jahren treten die politischen Konflikte innerhalb der Union, die lange auch als Regulierungsstaat betitelt wurde, immer deutlicher zutage: Ewige Uneinigkeiten über die Asylpolitik, Klagen und Bußgelder für Mitgliedsstaaten wie Ungarn, Marathonsitzungen zur Wirtschafts- und Finanzpolitik und nicht zuletzt der Brexit zeigen, dass es in der EU mitnichten nur um wirtschaftspolitische Feinheiten geht.
Doch trotz offensichtlicher Unstimmigkeiten besteht die Europäische Union auch im Jahr 2024, ist handlungsfähig und denkt sogar über die nächsten Erweiterungen nach. In einer politischen Realität, in der das Credo „[beliebige Nation] first“ immer mehr an Unterstützung gewinnt, keine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig wird die gemeinsame Entscheidungsfindung besonders durch das Aufkommen sich national orientierender politischer Bewegungen zunehmend erschwert.
Wir wollen uns in diesem Seminar der Frage widmen, wie die Europäische Union es schafft, in einem Gemenge aus weit mehr als 27 Einzelinteressen, regelmäßig hunderte Rechtsakte und weit mehr Entscheidungen pro Jahr zu fällen. Welche Entscheidungsfindungsprozesse gibt es? Wer entscheidet mit, und wie werden Entscheidungen getroffen? Gewinnen die Staaten mit der größten Verhandlungsmacht, oder werden unter 27 Freund:innen faire Kompromisse geschlossen? Wie funktionieren politische Verhandlungen auf supranationaler Ebene? Werden die Interessen der Bürger:innen in diesen Entscheidungen berücksichtigt, und was ist mit den schätzungsweise 25.000 Lobbyisten, die in den Brüsseler Institutionen ein- und ausgehen?
All diesen Fragen widmen wir uns im Seminar. Studierende erhalten einen tiefen Einblick in Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene und können nach Ablauf des Seminars die politischen Prozesse in Brüssel verstehen und deuten. Zum Abschluss des Seminars werden wir in einer großen Simulation eigene Erfahrungen mit Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten, dem Europäischen Parlament und der Kommission machen.