- Lehrende(r): Lioba Siegmund
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- Lehrende(r): Lioba Siegmund
- Lehrende(r): Lioba Siegmund
- Lehrende(r): Julia Kress
- Lehrende(r): Julia Kress
- Lehrende(r): Meyke Kalms
- Lehrende(r): Jürgen Dinkel
Der Krimkrieg brach die internationale Ordnung auf, die der Wiener Kongress 1814/15 geschaffen hatte, um den Frieden in Europa langfristig zu sichern. Die neuen Handlungschancen, die daraus resultierten, wurden von Preußen für eine Politik der nationalen Einigung Deutschlands genutzt; aus den Kriegen von 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich und 1870/71 gegen Frankreich ging das Deutsche Kaiserreich hervor. Als neuer Machtfaktor in Mitteleuropa musste dieser Staat nach 1871 in ein System der internationalen Beziehungen eingebettet werden, das nicht mehr von einem überwölbenden Ordnungsprinzip, sondern von individuell oder durch Staatengruppen vereinbarten Regelungen und Bündnissen bestimmt war. Teile der Forschung haben diese Situation als „anarchisch“ beschrieben: Autonome, jederzeit zum Krieg bereite Staaten belauerten sich wechselseitig und versuchten sich durch Vertragsschlüsse gegen Angriffe zu sichern – oder für den Kriegsfall ein Übergewicht für sich zu schaffen. Die Vorlesung analysiert, wie dieses System in den Jahrzehnten bis 1914 funktionierte, zu welchen politischen Konstellationen es führte und wie es letztlich in den Ersten Weltkrieg mündete.
Literatur:
- Canis, Konrad, Bismarcks Außenpolitik 1870 bis 1890: Aufstieg und Gefährdung, Paderborn u.a. 2008.
- Ders., Der Weg in den Abgrund. Deutsche Außenpolitik 1902-1914, Paderborn u.a. 2011.
- Rose, Andreas, Zwischen Empire und Kontinent. Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg, München 2011.
- Schmidt, Stefan, Frankreichs Außenpolitik in der Julikrise 1914: Ein Beitrag zur Geschichte des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges, München 2009.
- Lehrende(r): Frank Becker
Was können wir aus der Geschichte der Frühen Neuzeit lernen? In den vergangenen 60 Jahren hat sie sich als eigenständige Epoche in der historischen Forschung und der universitären Lehre fest etabliert. An nahezu allen deutschen Universitäten wurden entsprechende Professuren eingerichtet. Seit 1995 richtet die Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Verband deutscher Historikerinnen und Historiker alle zwei Jahre, alternierend mit dem Historikertag, eigene Tagungen aus. Hinzu kommen zahlreiche Forschungseinrichtungen und Arbeitskreise, die sich mit zentralen Themen der Frühneuzeitgeschichte befassen, von der Reformation, über die Westfälische Friedensordnung, die Institutionen des Alten Reichs, die Aufklärung, die Geschichte von Krieg und Militär und vielem mehr. Dieser florierenden Forschung, die im Ruf besonderen methodischen Raffinements steht, entspricht jedoch keine ausgeprägte Aufmerksamkeit in der weiteren Öffentlichkeit. Und aus dem Geschichtsunterricht sind Frühneuzeitthemen in den letzten 30 Jahren weitgehend verschwunden. Angesichts dieser widersprüchlichen Situation möchte ich Bilanz ziehen und der Frage nachgehen, was die Frühe Neuzeit als Epoche kennzeichnet. Hierzu werden zentrale Themenbereiche und die mit ihnen verbundenen Deutungsangebote vorgestellt.
- Lehrende(r): Stefan Brakensiek
Die Debatte um die deutsche Demokratiegeschichte nimmt gerade wieder Fahrt auf, wobei sowohl um die Deutung bekannter Entwicklungen gerungen als auch weiterführende Forschungsperspektiven skizziert werden. Insbesondere in den letzten Jahren sind hierzu kontrovers eingeschätzte Studien erschienen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie schwerpunktmäßig Ereignisse und Entwicklungen innerhalb der deutschen Staaten – vom Kaiserreich bis in die wiedervereinigte Bundesrepublik – in den Blick nehmen, während die Wechselwirkungen zwischen Demokratisierungsprozessen in Deutschland und Entwicklungen in seinen (ehemaligen) Kolonien nur am Rande in die Analysen mit einbezogen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Vorlesung, den Zusammenhang zwischen den beiden Großprozessen Dekolonisierung und Demokratisierung in Deutschland vom 19. bis ins 21. Jahrhundert auszuleuchten. Die Vorlesung geht den Fragen nach, inwiefern Kolonialkritiker und dekoloniale Initiativen zur Demokratisierung in Deutschland beigetragen haben und inwiefern Prozesse der Demokratisierung kolonialkritischen und antikolonialen Akteuren neue Argumente und Handlungsfelder eröffnet haben, um ihre Ziele zu erreichen. Wo ist der Ort der Kolonialkritik in der deutschen Demokratiegeschichte und wie wirkten Demokratisierungsprozesse auf die Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit zurück? Indem die Vorlesung diesen Fragen nachgeht, führt sie in das Feld der Demokratiegeschichte und der Kolonialgeschichte ein.
- Lehrende(r): Jürgen Dinkel
--- Veranstaltung für GE 2-Fach BA, Lehramt GyGe und HRSGe und für das Modul E3 ---
Vermögensungleichheit ist eines der drängendsten Probleme unserer Gegenwart und rückt derzeit in verschiedenen Forschungsdisziplinen von der Ökonomie über die Sozialwissenschaften bis hin zur Geschichte in den Blick. Deutschland wird in den Analysen im Vergleich zu anderen Ländern insbesondere als ein Land charakterisiert, in dem seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert Vermögen ausgesprochen ungleich verteilt war – und das bis heute: Die reichsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen über beinahe 60 Prozent des gesamten Nettohaushaltsvermögens.
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Vermögensverteilung in Deutschland seit dem Kaiserreich. Sie diskutiert dabei auch immer die Wahrnehmung dieser Verteilung und damit die zeitgenössischen Versuche, die Vermögensungleichheit zu vermessen und zu erklären. Über fünf deutsche Systeme hinweg geraten damit statistische und wissenschaftliche Vermessungen genauso in den Blick wie politische Debatten und öffentliche Auseinandersetzungen.
Die Vorlesung möchte durch diese historisch lange Linie helfen, auf der einen Seite die Dynamiken von Wissen und Nichtwissen über Verteilungsfragen, auf der anderen Seite auch die Auswirkungen ungleicher Vermögensverteilung auf die Gesellschaft verstehen zu können.
Literatur:
Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert, München 2014.
Bild/Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

- Lehrende(r): Eva Maria Gajek
Diese Vorlesung soll grundlegendes Wissen zur europäischen Geschichte
vermitteln, indem zwei bedeutende, miteinander zusammenhängende
Themenfelder behandelt werden: Im Rahmen der Aufklärung als
Bildungsbewegung wurden neue wissenschaftliche Methoden und Denkmuster,
darüber hinaus neue politische Konzepte entwickelt. In der Französischen
Revolution kamen diese, politisch zugespitzt und kontrovers diskutiert,
zum Tragen. Wir werden in der Betrachtung der Entwicklungen und
Ereignisse immer wieder den Fokus auf die Niederlande und den
Niederrhein wie auch auf Westfalen richten und auf diese Weise sehr
konkrete Vorstellungen davon erhalten, wie sich tiefgreifende
gesellschaftliche und mentale Wandlungsprozesse vollzogen.
- Lehrende(r): Ralf-Peter Fuchs
Die Französische Revolution (1789-1799) steht nicht nur in europäischen Denk- und Ereigniszusammenhängen. Stattdessen war sie Teil eines Revolutionsgeschehens, das zahlreiche Anrainer des Atlantiks betraf und sich über einen Zeitraum von rund einem halben Jahrhundert erstreckte – vom nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg über die haitianische Revolution bis zu den lateinamerikanischen Befreiungsbewegungen in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Vor diesem Hintergrund wird die Französische Revolution in der Vorlesung neu perspektiviert – in ihren Beiträgen zur Entwicklung des Konzepts der Volkssouveränität, der geschriebenen Verfassungen, des Zusammenspiels von Nationalität und Ethnizität sowie der Einsetzung politischer Gewalt.
- Lehrende(r): Frank Becker
Das Seminar wird als Blended-Learning Kurs angeboten. Das
Format besteht aus einem Mix aus 6
Präsenzveranstaltungen und Onlineveranstaltungen/asynchronen
Lernpaketen. Die Präsenzsitzungen finden voraussichtlich am 13.4.23 14-16 s.t.,
04.5.23 14-16 s.t., 18.5.23 14-16 s.t., 1.6.23 14-16 s.t., 15.6.23 14-16 s.t.,
06.7.23 14-16 s.t. statt. Die Termine für die Online-Sitzungen via Zoom werden noch bekannt gegeben. Zusätzlich wird es entsprechend asynchrone Lernpakete
über einen Moodle-Kursraum (v. a. Texte, Reflexions- und Selbstlernaufgaben,
Folien, Podcasts etc.) geben, die dann in den Päsenz-/Onlinesitzungen
besprochen, diskutiert und vertieft werden.
Bitte beachten: Vorrausetzung für die Teilnahme ist das abgeschlossene Bachelor-Studium mit Lehramtsoption.
- Lehrende(r): Monique Ratermann-Busse
Die Veranstaltung steht inhaltlich in Zusammenhang mit dem Thema "kooperative Übergangsbegleitung" einer Werkstatt, die im Rahmen des Verbundprojekts "Schule macht stark (SchuMaS)" gestaltet wird. Die Studierenden erhalten in zwei Sitzungen (Oktober) eine inhaltliche Einführung zur Thematik sowie zu Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Erläuterungen zur folgenden Selbstlern- und Erarbeitungsphase (November - Mitte Dezember). In dieser Phase bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen verschiedene Themen zu Übergangsprozessen auf Basis von Recherchen und Dokumentenanalysen sowie von Daten und Konzepten zur Übergangsbegleitung an Schulen. Diese Themen bereiten sie in theoretischer, empirischer und praxisorientierter Weise auf. Für diese Projektphase werden den Studierenden Daten bereitgestellt, die in der Werkstatt zu Berufsorientierungskonzepten, zu Maßnahmen und Angeboten der Berufs- und Studienorientierung, zur innerschulischen multiprofessionellen Kooperation sowie zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Familien und zum Einsatz digitaler Medien für die Übergangsbegleitung erhoben wurden. Diese Daten werden unter Berücksichtigung von Theorien und Studien zum Übergangsgeschehen sowie durch Anwendung von Methoden der Sozialforschung von den Studierenden themenbezogen analysiert. In zwei Blockterminen (Mitte Dezember) werden die Arbeitsergebnisse der Projektphase präsentiert und es erfolgt eine Reflexion des Seminars und der Seminarinhalte.
- Lehrende(r): Chantal Mose
- Lehrende(r): Monique Ratermann-Busse
Die Veranstaltung steht inhaltlich in Zusammenhang mit dem Thema "kooperative Übergangsbegleitung" einer Werkstatt, die im Rahmen des Verbundprojekts "Schule macht stark (SchuMaS)" gestaltet wird. Die Studierenden erhalten in zwei Sitzungen (Oktober) eine inhaltliche Einführung zur Thematik sowie zu Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und Erläuterungen zur folgenden Selbstlern- und Erarbeitungsphase (November - Mitte Dezember). In dieser Phase bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen verschiedene Themen zu Übergangsprozessen auf Basis von Recherchen und Dokumentenanalysen sowie von Daten und Konzepten zur Übergangsbegleitung an Schulen. Diese Themen bereiten sie in theoretischer, empirischer und praxisorientierter Weise auf. Für diese Projektphase werden den Studierenden Daten bereitgestellt, die in der Werkstatt zu Berufsorientierungskonzepten, zu Maßnahmen und Angeboten der Berufs- und Studienorientierung, zur innerschulischen multiprofessionellen Kooperation sowie zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Familien und zum Einsatz digitaler Medien für die Übergangsbegleitung erhoben wurden. Diese Daten werden unter Berücksichtigung von Theorien und Studien zum Übergangsgeschehen sowie durch Anwendung von Methoden der Sozialforschung von den Studierenden themenbezogen analysiert. In zwei Blockterminen (Mitte Dezember) werden die Arbeitsergebnisse der Projektphase präsentiert und es erfolgt eine Reflexion des Seminars und der Seminarinhalte.
- Lehrende(r): Chantal Mose
- Lehrende(r): Monique Ratermann-Busse
- Lehrende(r): Andre Kagelmann
- Lehrende(r): Nabil Alchami
- Lehrende(r): Stefan Bieder
- Lehrende(r): Andreas Czylwik
- Lehrende(r): Alexander Frömming
- Lehrende(r): Nahid Ghayour Najafabadi
- Lehrende(r): Bashar Husain
- Lehrende(r): Yusuf Can Kara
- Lehrende(r): Kevin Kolpatzeck
- Lehrende(r): Thorben van Ravenswaay
- Lehrende(r): Tim Zauber
