Friedenspädagogik, die im Rahmen einer kritischen Gesellschaftstheorie angesiedelt ist, beschäftigt sich mit den gesellschaftsstrukturellen Ursachen von Unfrieden und den Möglichkeiten seiner Überwindung. Unfrieden ist weder ein Naturereignis noch eine schicksalhafte, unbeeinflussbare Größe. Vielmehr sind Gewaltverhältnisse in den Organisationsformen und Prinzipien unserer Gesellschaft verankert. Dieses System gesellschaftlicher Friedlosigkeit wie seine Organisatoren und Profiteure stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit einer Pädagogik des Friedens. Im Rahmen des Seminars sollen zentrale Frage- und Problemstellungen einer kritischen Friedenspädagogik erarbeitet werden: Mit welchen Kategorien können die Ursachen von Unfrieden aufgedeckt werden? Wie werden Menschen in das System gesellschaftlicher Friedlosigkeit eingebunden? Wie kann die Rechtfertigung von gesellschaftlichen Unfriedensverhältnissen (z. B. durch die Konstruktion von Feindbildern) pädagogisch bekämpft werden? Auf welche Weise können Bildungsinstitutionen, die doch selbst Orte des Unfriedens sind, friedenspädagogisch wirken? Wie können sie zu einer Kultur des Friedens beitragen? Welche Momente müssen friedensgesellschaftliche Strukturen aufweisen (Friedensbegriff)? Wo liegen die Möglichkeiten, wo die Grenzen einer Erziehung zur Friedensfähigkeit?

Seit Ende der 1960er Jahre entwickelten sich in der BRD Modelle Kritischer Pädagogik. Ihre zentrale Intention ist die Überwindung einer geisteswissenschaftlich-hermeneutisch begrenzten Sichtweise auf Erziehung und Bildung. Gesellschaftsanalyse und Herrschaftskritik wurden als unverzichtbare Elemente in die Erziehungswissenschaft eingeführt, um Erziehungs- und Bildungsprozesse angemessen analysieren und das ihnen innewohnende emanzipatorische Potential provozieren zu können. Anknüpfend an das bürgerliche Bildungsverständnis wird seit Ende der 1960er Jahre im Rahmen einer  Kritischen Pädagogik an einer Theorie der Bildung gearbeitet, die das Verhältnis von Bildung und Gesellschaft in das Zentrum ihrer Überlegungen stellt und Perspektiven einer emanzipativen Bildung ausleuchtet. Im Rahmen des Seminars werden die Grundlagen dieser erziehungswissenschaftlichen Modelle erarbeitet. Darüber hinaus sollen ihre Ziele und Aufgaben vor dem Hintergrund unserer gegenwärtigen Gesellschaft bestimmt und gegenwarts- und zukunftsbezogene Aspekte Kritischer Pädagogik und Bildungstheorie diskutiert werden. Dabei wird auch die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen neoliberalen Bildungsindustrie und ihrem Bildungsverständnis zu führen sein, in deren Rahmen es nur noch um eine effiziente Umarbeitung von Humanressourcen in Humankapital geht.

Seit Ende der 1960er Jahre entwickelten sich in der BRD Modelle Kritischer Pädagogik und Bildungstheorie. Ihre zentrale Intention war die Überwindung einer geisteswissenschaflichermeneutisch begrenzten Sichtweise auf Erziehung und Bildung. Gesellschaftsanalyse und Herrschaftskritik wurden als unverzichtbare Elemente in die Erziehungswissenschaft eingeführt, um Erziehungs- und Bildungsprozesse angemessen analysieren und das ihnen innewohnende emanzipatorische Potential provozieren zu können. Anknüpfend an das bürgerliche Bildungsverständnis wird seit Ende der 1960er Jahre im Rahmen einer Kritischen Pädagogik an einer Theorie der Bildung gearbeitet, die das Verhältnis von Bildung und Gesellschaft in das Zentrum ihrer Überlegungen stellt und Perspektiven einer emanzipativen Bildung ausleuchtet. Im Rahmen des Seminars werden die Grundlagen dieser erziehungswissenschaftlichen Modelle erarbeitet. Darüber hinaus sollen ihre Ziele und Aufgaben vor dem Hintergrund unserer gegenwärtigen Gesellschaft bestimmt und gegenwarts- und zukunftsbezogene Aspekte Kritischer Pädagogik und Bildungstheorie diskutiert werden. Dabei wird auch die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen neoliberalen Bildungsindustrie und ihrem Bildungsverständnis zu führen sein, in deren Rahmen es nur noch um eine effiziente Umarbeitung von Humanressourcen in Humankapital geht.

Unfrieden ist ein markantes Merkmal unserer globalisierten Gesellschaft. Er äußert sich im Weltsystem in Form von internationalen Spannungen, Kriegen, Terrorismus, Fluchtbewegungen ebenso wie innerhalb der Gesellschaft in Form von Klassenauseinandersetzungen, Verteilungskonflikten und zwischenmenschlicher Feindseligkeit. Kritische Friedenspädagogik beschäftigt sich mit den gesellschaftsstrukturellen Ursachen von Unfrieden und den Möglichkeiten seiner Überwindung. Unfrieden ist weder ein Naturereignis noch eine schicksalhafte, unbeeinflussbare Größe. Vielmehr ist er in den Organisationsformen und Prinzipien unserer Gesellschaft verankert. Dieses System gesellschaftlicher Friedlosigkeit wie seine Organisatoren und Profiteure stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit einer kritischen Friedenspädagogik. Im Rahmen des Seminars sollen zentrale Frage- und Problemstellungen einer kritischen Friedenspädagogik erarbeitet werden: Mit welchen Kategorien können die Ursachen von Unfrieden aufgedeckt werden? Wie werden Menschen in das System gesellschaftlicher Friedlosigkeit eingebunden? Wie kann die Rechtfertigung von gesellschaftlichen Unfriedensverhältnissen (z. B. durch die Konstruktion von Feindbildern) pädagogisch bekämpft werden? Auf welche Weise können Bildungsinstitutionen, die doch selbst Orte des Unfriedens sind, friedenspädagogisch wirken? Wie können sie zu einer Kultur des Friedens beitragen? Welche Momente müssen friedensgesellschaftliche Strukturen aufweisen (Friedensbegriff)? Wo liegen die Möglichkeiten, wo die Grenzen einer Erziehung zur Friedensfähigkeit?

Verbindliche Grundlagenliteratur: Kritische Pädagogik Heft 3: Krieg und Frieden, Baltmannsweiler 2018 (2. Auflage)