- Lehrende(r): Charlotte Kurbjuhn
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WhatsApp, facebook, Instagram, twitter und Co wären Martin Luther sehr willkommen gewesen - ebenso wie es der Buchdruck war. Luther hatte, um im Bild zu bleiben, ziemlich viele Follower. Die Menschen wollten lesen und hören, was Luther über Gott und die Welt zu sagen hatte. Luther war der erste bedeutende Publizist in deutscher Sprache, Millionen von Menschen lasen und hörten seine Texte und tun es noch. Seine Bibelübersetzung war über Jahrhunderte das meistgelesene Buch. Im Seminar schauen wir uns Texte an, in denen Luther sehr deutlich spricht und sein Meinung sagt.
Die Seminarsitzungen via BigBlueButton (BBB) finden mittwochs von 16 bis 18 Uhr c.t. statt.
- Lehrende(r): Jörg Zimmer
WhatsApp, facebook, Instagram, twitter und Co wären Martin Luther sehr willkommen gewesen - ebenso wie es der Buchdruck war. Luther hatte, um im Bild zu bleiben, ziemlich viele Follower. Die Menschen wollten lesen und hören, was Luther über Gott und die Welt zu sagen hatte. Luther war der erste bedeutende Publizist in deutscher Sprache, Millionen von Menschen lasen und hörten seine Texte und tun es noch. Seine Bibelübersetzung war über Jahrhunderte das meistgelesene Buch. Im Seminar schauen wir uns Texte an, in denen Luther sehr deutlich spricht und sein Meinung sagt.
Die Seminarsitzungen via BigBlueButton (BBB) finden mittwochs von 16 bis 18 Uhr c.t. statt.
- Lehrende(r): Guillaume van Gemert
"Iss, was gar ist. Trink, was klar ist. Red, was wahr ist." Bei Tisch und in vielen seiner Texte, die sich an ein breites Publikum richten, nutzt Martin Luther gern und oft Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten. Er weiß, wie es ist, "in den sauren Apfel zu beißen". Er beklagt, dass Bewerber "durch den Korb" fallen, weil sie nicht so gut aussehen. Und er polemisiert: "Wer nicht Kalk hat, muss mit Kot mauern." Er meint damit, dass es zu jeder Zeit Leute gibt, die keine Ahnung haben und doch ihren Senf dazu tun müssen. In diesem Seminar zur "Exemplarischen Textanalyse II" schauen wir uns die Bedeutung von Sprichwörtern und Redensarten bei Luther genauer an.
Der amerikanische Germanist James C. Cornette hat bereits 1942 durchgezählt: Luther setzt insgesamt 4987 dieser zunächst mündlich überlieferten Mikrotexte ein. Er entdeckt diesen Sprachschatz neu, als er 1530 antike Fabeln bearbeitet, damit diese im Schulunterricht und zu Hause eingesetzt werden können. In der Tradition der antiken Rhetorik verwendet der Reformator die erprobten und über Generationen geschliffenen Fertigteile bei vielen Gelegenheiten, um „allgemeine Wahrheiten und Lehrinhalte zu konkretisieren“. Der genauere Blick auf Fabel und Sprichwort wird zudem zeigen, dass diese ältesten Textsorten immer noch hochaktuell sind, sprachlich und menschlich.
Dieses als Blockseminar geplante Seminar kann wegen der aktuellen Situation nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. In diesem Moodle-Kurraum werden Sie Material zu Selbstlernphasen finden. Im Kern soll und wird es gelingen, Ihnen die Kompetenz einer exemplarischen Textanalyse anhand von Luthertexten aus dem 16. Jahrhundert zu vermitteln.
- Lehrende(r): Jörg Zimmer
Als Martin Luther damit beginnt, öffentlich gegen den Papst und für ein neues Verständnis von Gottes Wort zu sprechen und zu schreiben, steht er vor einem Problem: Denn: "Deutschland hat mancherley Dialectos, Art zu reden, also daß die Leute in 30 Meilen Wegs einander nicht wol können verstehen", sagt Luther einmal bei Tisch. Welcher Sprache soll er sich also bedienen? In diesem Seminar werden wir auf der Suche nach Antworten exemplarisch ausgewählte Texte von Martin Luther analysieren.
In seinem "Sendbrief vom Dolmetschen" und anderen Stücken aus der Weimarer Gesamtausgabe seiner Werke wird deutlich werden, wie genau er um ein allgemein verständliches Deutsch ringt. 1822 schreibt Jacob Grimm in der Vorrede zu seiner Deutschen Grammatik: "Luthers sprache ... musz ihrer edlen, fast wunderbaren reinheit, auch ihres gewaltigen einflusses halber, für kern und grundlage der neuhochdeutschen sprachniedersetzung gehalten werden.“ Das Seminar wird zeigen, dass die Wissenschaft das heute etwas anders sieht, aber auch, dass deutsche Sprichwörter, die Luther ab 1530 extensiv sammelt, beim Auffinden der richtigen Sprache eine zentrale Rolle spielen.
Einführende Texte und Literaturhinweise werden rechtzeitig hier im Moodle-Kursraum zur Verfügung stehen.
- Lehrende(r): Jörg Zimmer
Martin Luthers Tischreden bieten eine einzigartige Möglichkeit, dem Denken, Fühlen, Handeln, Arbeiten und Wirken des Reformators sehr nahe zu kommen. „Nirgends tritt uns Luther als Gatte, als Vater, als Freund so lebenswahr entgegen wie in diesen Reden“, schreibt der Historiker und Bibliothekar Ernst Kroker, der die Tischreden in den Jahren 1912 bis 1921 herausgibt. Von 1531 an schreiben verschiedene Schüler und Freunde des Reformators innerhalb von 15 Jahren über 7000 reale Gespräche mit.
Die Tischreden gelten heute als editorisch zwar schwierige, aber dennoch wichtige, so genannte Ego-Dokumente Luthers. Das heißt: In ihnen spricht Luther oft freimütig über Themen und Dinge, zu denen er sich in seinen übrigen Schriften nicht oder nicht so pointiert äußert. Eigentlich waren die Mitschriften nie zur Veröffentlichung gedacht. Trotzdem sind die Tischreden seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in hoher Auflage immer wieder erschienen und haben das Bild des Reformators stark geprägt.
Interessant sind Luthers Tischreden, weil sie als ganz eigene Textsorte nicht literarisch stilisiert sind. Im Seminar schauen wir uns thematisch ganz unterschiedliche Stücke an. Da von den Mitschriften keine Originale, sondern nur Nachschriften erhalten sind, werden wir zudem auf die editorischen Besonderheiten der Tischreden eingehen. Innerhalb der rund 120 Bände umfassenden Weimarer Ausgabe von Luthers Werken bilden die Tischreden eine eigene Abteilung mit sechs Bänden. Inzwischen sind in Archiven neue Handschriften aufgetaucht und es ist eine digitale Neuausgabe geplant. Ein Exkurs in die Tradition der Tischgespräche von der Antike bis zur Renaissance wird Luthers Tischreden zudem gattungsgeschichtlich verorten
- Lehrende(r): Jörg Zimmer
Martin Luthers Tischreden bieten eine einzigartige Möglichkeit, dem Denken, Fühlen, Handeln, Arbeiten und Wirken des Reformators sehr nahe zu kommen. „Nirgends tritt uns Luther als Gatte, als Vater, als Freund so lebenswahr entgegen wie in diesen Reden“, schreibt der Historiker und Bibliothekar Ernst Kroker, der die Tischreden in den Jahren 1912 bis 1921 herausgibt. Von 1531 an schreiben verschiedene Schüler und Freunde des Reformators innerhalb von 15 Jahren über 7000 reale Gespräche mit.
Die Tischreden gelten heute als editorisch zwar schwierige, aber dennoch wichtige, so genannte Ego-Dokumente Luthers. Das heißt: In ihnen spricht Luther oft freimütig über Themen und Dinge, zu denen er sich in seinen übrigen Schriften nicht oder nicht so pointiert äußert. Eigentlich waren die Mitschriften nie zur Veröffentlichung gedacht. Trotzdem sind die Tischreden seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in hoher Auflage immer wieder erschienen und haben das Bild des Reformators stark geprägt.
Interessant sind Luthers Tischreden, weil sie als ganz eigene Textsorte nicht literarisch stilisiert sind. Im Seminar schauen wir uns thematisch ganz unterschiedliche Stücke an. Da von den Mitschriften keine Originale, sondern nur Nachschriften erhalten sind, werden wir zudem auf die editorischen Besonderheiten der Tischreden eingehen. Innerhalb der rund 120 Bände umfassenden Weimarer Ausgabe von Luthers Werken bilden die Tischreden eine eigene Abteilung mit sechs Bänden. Inzwischen sind in Archiven neue Handschriften aufgetaucht und es ist eine digitale Neuausgabe geplant. Ein Exkurs in die Tradition der Tischgespräche von der Antike bis zur Renaissance wird Luthers Tischreden zudem gattungsgeschichtlich verorten
- Lehrende(r): Jörg Zimmer
- Lehrende(r): Alexandra Pontzen
- Lehrende(r): Alexandra Pontzen
- Lehrende(r): Vera Kostial
- Lehrende(r): Alexandra Pontzen
Von den Romanen Johann Wolfgang von Goethes haben neben den Leiden des jungen Werthers und den Wahlverwandtschaften sicher Wilhelm Meisters Lehrjahre die größte Resonanz erfahren. Dies beruht vor allem auf seiner Komplexität und den vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, dem Rückgriff auf zentrale Impulse und Wissensbestände des 18. Jahrhunderts sowie der Diskussion von zeitgenössischer Romanmodelle. So hielt Friedrich Schlegel 1808 fest:
Der Meister hat auf das Ganze der deutschen Literatur sichtbar wie wenige andere Erscheinungen gewirkt, und recht eigentlich Epoche gemacht, indem er dieselbe mit der Bildung und dem Geist der guten und schlechten Gesellschaft in Berührung setzte, und die Sprache nach einer ganz neuen Seite hin mehr bereicherte, als es vielleicht in irgendeiner Gattung durch ein einzelnes Werk auf einmal geschehen ist.[1]
Im Seminar nun wollen wir diesem epochemachenden Gehalt des Romans nachgehen. Dabei geht es zum einen um die Frage, welche Erzählformen der Roman anbietet und bereitstellt, zum anderen um die Frage, auf welche Weise Problemkomplexe wie Erziehung und Bildung, (National-)Theateridee und Shakespeare-Begeisterung, Kunst und Ökonomie, soziale und politische Reformbestrebungen, Pietismus und Schwärmerei, Genie und Wahnsinn und adelige Geheimgesellschaften im Text verhandelt werden. Im Zentrum des Seminars steht dabei die genaue Lektüre des Textes, die von der Diskussion exemplarischer Forschungsansätze flankiert und durch Ausblicke auf zentrale literaturhistorische und kulturelle Kontexte ergänzt wird.[1] Friedrich Schlegel: „Goethes Werke“ nach der Cottaschen Ausgabe von 1806. Erster bis vierter Band. In: Friedrich Schlegel: Kritische Schriften, Hrsg. von Wolfdietrich Rasch. München 1964, S. 306.
- Lehrende(r): Victoria Gutsche
- Lehrende(r): Tobias Kurwinkel
- Lehrende(r): Tobias Kurwinkel
- Lehrende(r): Tobias Kurwinkel



