- Lehrende(r): Jonas Ehrich
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- Lehrende(r): Alexander Fuhrherr
- Lehrende(r): Ralf Miggelbrink
„Magische Vorstellungen finden wir in der frühen Neuzeit in allen lebenswichtigen Handlungssituationen. Wir kennen sie im häuslichen Zusammenleben, im dörflichen Brauchtum und selbst in der Herrschaftsausübung“ (Dülmen 20053, S. 79f.). Zugleich gilt das 18. Jahrhundert als Geburtsstunde der rationalen Vernunft, die religiösen Wunderglauben ebenso wie (volks-)magische Vorstellungen als irrational verbrämte und abzustellen suchte. Anhand intensiver Quellenlektüre werden magische Phänomene in unterschiedlichen Kontexten (Religion, Medizin, Landwirtschaft, Schadensvorbeugung, höfische Welt, Hexenverfolgung etc.) vertiefend betrachtet. Zugleich wird der kritische Umgang mit Primär- wie Sekundärquellen eingeübt und deren Einbettung in den Forschungskontext unternommen. Erwartet wird die generelle Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Quellentexten sowie mit den theoretischen Positionen der einschlägigen Forschungsliteratur. Die Übung versteht sich als eine Ergänzung zur Überblicksvorlesung ‚Geschichte der Frühen Neuzeit‘.
- Lehrende(r): Teresa Schröder-Stapper
Wunsch, Wahn und Wirklichkeit
Inszenierte Weiblichkeit zwischen Realismus und Neuer Sachlichkeit unter besonderer Berücksichtigung männlicher und weiblicher Autorschaft.
Im Gegensatz zum 17. und 18. Jh. wurde im 19. Jahrhundert die Frau “von einer sündhaften Kreatur” zur “Keuschheitsgarantie der Gesellschaft” erhöht. (Karin Lützen). Ängste und gesellschaftliche Definitionsdefizite lassen den bürgerlichen Mittelstand des 19. Jhs. ein rigides kollektives Moralverständnis ausformen, bei dem die ideale Frau als entsexualisierte Mutter und Madonna im Zentrum steht. Gleichzeitig findet die junge literarische Bohème just am Gegenpol dieser konstruierten Idealgestalt Gefallen, nämlich an der männerverschlingenden Femme Fatale und der “belle dame sans merci”, der schönen Dame ohne Gnade, einem Typus, der das Grenzland zwischen Traum und Albtraum des Bürgers bevölkert und der der bürgerlichen Moral als gefährliches Monster entgegentritt.
In diesem Seminar betrachten wir jedoch nicht nur den Gegensatz zwischen Femme Fatale und idealisierter Mutter in der künstlerischen Darstellung, sondern ganz besonders die Unterschiede im Blickwinkel aus weiblicher und männlicher Autorschaft.
- Lehrende(r): Roger Stein
Das ist der Moodle Kurs für die Cross-Chain PG am Lehrstuhl für Systemsicherheit.
- Lehrende(r): Christian Scholz
- Lehrende(r): Pascal Winkler
- Lehrende(r): Stephanie Abtmeyer
- Lehrende(r): Bettina Adler
- Lehrende(r): Matthias Glade
- Lehrende(r): Ulrike Haß
- Lehrende(r): Kirsten Jäger
- Lehrende(r): Johannes Kanacher
- Lehrende(r): Marc Kleinheyer
- Lehrende(r): Julia Lenzen
- Lehrende(r): Michael Meltzer
- Lehrende(r): ano nym
- Lehrende(r): ano nym
- Lehrende(r): Bettina Oeste
- Lehrende(r): Davina Rauhaus
- Lehrende(r): Nadine Ruchter
- Lehrende(r): Jana Schmitz
- Lehrende(r): Daniela Simonsen-Foitzik
- Lehrende(r): Carmen Wunderlich
- Lehrende(r): Bettina Adler
- Lehrende(r): Antje Bandermann
- Lehrende(r): Ulrich Greveler
- Lehrende(r): Sandrina Heinrich
- Lehrende(r): Julia Lenzen
- Lehrende(r): Heinz Neber
- Lehrende(r): Bettina Oeste
- Lehrende(r): Anke Petschenka
- Lehrende(r): Nicolle Pfaff
- Lehrende(r): Davina Rauhaus
- Lehrende(r): Nadine Ruchter
- Lehrende(r): Alexander Holste
- Lehrende(r): Tobias Kurwinkel
Die Ausgangssituation liegt im Bereich zwischen Vorstellungskraft und Spiel, dabei sollten die Quellen der Kreativität geortet und freigelegt werden. Freies Experimentieren ist Teil des Zeichnungsprozesses - der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Unmittelbarkeit mit offenem Ausgang.
- Lehrende(r): Klaus Florian
Wie zeigen sich ästhetische Erfahrungen? Wie können sie überhaupt erkannt und sichtbar gemacht werden? Welche Rolle spielt das Kuratorische in Bildungs- und Erfahrungsprozessen? Welche Praktiken des Zeigens von Kunst können ästhetische Prozesse provozieren? Welches Material können wir als Forschungsgegenstand nutzen? Inwieweit beeinflussen unsere eigene Positionierung, Erfahrung sowie unsere eigene Kunst- und Vermittlungspraxis unsere Forschung?
Forschung im Feld der Kunstdidaktik bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Vermittlung und Schule, sie bezieht sich zugleich auf Theorie und Praxis. Ästhetische Erfahrungen, die kunstdidaktischen Bildungsprozessen zugrunde liegen, entfalten sich im Wechselspiel zwischen Sichtbarkeit, Unsichtbarkeit und Sichtbarmachung. Nicht selten entzieht sich der Forschungsgegenstand ins Unverfügbare – oder schlägt sich in unvorhersehbaren Ereignissen nieder.
Das Seminar befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen, Möglichkeiten, Zugängen und Methoden der Forschung im Feld der Kunstdidaktik. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Forschungsinteressen und Forschungsfragen, die sich auf eigene Erfahrungen (aus Schule, Studium, künstlerischer Praxis, Ausstellungskontext etc.) beziehen und auf geplante Vorhaben (z.B. im Praxissemester) angewandt werden können. Im Rahmen des Seminars ist eine gemeinsame Exkursion in die Ausstellung „Visionäre Räume“ im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld geplant.
- Lehrende(r): Silke Wittig
Dass sich ‚die Geschichte‘ in der Zeit abspiele, gehört ebenso zu den unhinterfragten Grundüberzeugungen wie die Auffassung, dass sich ‚die Zeit‘ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gliedere. Dabei wird gerne übersehen, dass alle Zeitwahrnehmungen, Zeitvorstellungen und Zeitmessungen kulturell und historisch bedingt sind, ob es sich dabei nun um die kosmisch-physikalische Zeit der ‚Natur‘, die Lebenszeit des Menschen, die Kalenderzeit im Tages-, Monats- und Jahresverlauf, die Zeitdimensionen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder die historische Zeitrechnung und Epochenbildung handelt. In diesem Seminar werden diese Selbstverständlichkeiten von der Antike ausgehend epochenübergreifend hinterfragt und das Verhältnis von Zeit und Geschichte problematisiert.
Literatur:
- Norbert Elias, Über die Zeit, Frankfurt a. M. 1984
- Manfred Riedel, Epoche, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 2, Basel & Stuttgart 1972, 569-599
- Jonathan Ben-Dov & Lutz Doering (Hrsg.), The Construction of Time in Antiquity. Ritual, Art, and Identity, Cambridge 2017
- Alexandra Lanieri (Hrsg.), The Western Time of Ancient History. Historiographical Encounters with the Greek and Roman Pasts, Cambridge 2011
- Jörg Rüpke, Zeit und Fest. Eine Kulturgeschichte des Kalenders, München 2006
- Miriam Czock & Anja Rathmann-Lutz (Hrsg.), ZeitenWelten. Zur Verschränkung von Weltdeutung und Zeitwahrnehmung, 750-1350, Köln, Weimar & Wien 2016
- Reinhart Koselleck, Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt a. M. 1989.
- Achim Landwehr, Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit. Essays zur Geschichtstheorie, Frankfurt am M. 2016
- Lehrende(r): Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer
In diesem 2,5-stündigen Kurs geht es darum, mit den richtigen Methoden des Zeit- und Selbstmanagements das eigene Lernen effektiver und effizienter zu gestalten.

- Lehrende(r): Kilian Krosse
- Lehrende(r): Adrienn Linder
- Lehrende(r): Jonas Luc Brockschmidt
- Lehrende(r): Amalie Fößel
- Lehrende(r): Rebecca Jansen
Mo 16-18 Uhr Seminar „Zeitdiagnosen in einer globalisierten Welt“, MA MIG und MA Soz (alt und neu), Modul 4 Globalisierung und Transnationalisierung, Seminar II
Zeitdiagnosen sind riskante Soziologie: Selbst wenn sie den Nerv der Zeit treffen, so nagt doch auch unweigerlich deren Zahn an ihnen und lässt sie ggf. schon bald auch wieder von gestern erscheinen. Zudem bringen sie komplexe soziale Realitäten auf einen Punkt bzw. Begriff und reduzieren damit zwangsläufig gesellschaftliche Komplexität – im Zweifel freilich so sehr, dass sie die Wirklichkeit in unzulässiger Weise verzerren. Dazu kommt noch, dass soziologische Zeitdiagnosen, sollten sie den Nerv des nicht-akademischen Publikums treffen, von den Fachkolleg*innen gerne als distanzloses „Feuilleton“ geringgeschätzt werden. Gleichzeitig sind Zeitdiagnosen nicht aus der Soziologie weg zu denken und erleben gerade in jüngster Zeit wieder eine gewisse Renaissance.
In dem Seminar werden aktuelle aber auch Klassiker der Zeitdiagnosen besprochen und diskutiert, was sie als die Herausforderungen ihrer Zeit definieren und welche Haltwertzeit die jeweiligen Analysen hatten und haben. Publiziert werden Zeitdiagnosen in aller Regel in mehr oder weniger dicken Büchern, weshalb die Bereitschaft zum Lesen neben einer gewissen Diskussionsfreude eine wichtige Voraussetzung für das Seminar ist.
Die Prüfungsleistung ist in dem Modul eine mündliche Prüfung. Als Studienleistung ist eine Rezension zu einer Zeitdiagnose zu schreiben. Eine Anleitung zum Erstellen von Rezensionen wird es in dem Seminar geben.
Abgabetermin für die Rezension ist der 7. Februar 2022. Bitte reichen Sie den Text per Email ein.
Analyses of current times in a globalized world
- Lehrende(r): Jenny Preunkert
Zahlreiche Texte der 1920er und 1930er Jahre dokumentieren den schleichenden Verfall der Demokratie und die soziale Realität einer durch immense technologische Entwicklungsschübe und die Präsenz populärer massenkultureller Phänomene geprägten Zeit sowie die Herausforderung, den immer komplexer werdenden politischen und ökonomischen Zusammenhängen begegnen zu müssen. Viele Autorinnen und Autoren dieser Zeit kommentierten das Zeitgeschehen und die Krisenhaftigkeit der Zwischenkriegsjahre sowohl in Romanen, Erzählungen und lyrischen Texten, als auch in Reportagen und Feuilletons, etwa Erich Kästner, Vicki Baum, Joseph Roth, Egon Erwin Kisch und Gabriele Tergit. Ihre Arbeiten sind als Spiegel einer fragilen Umbruchzeit und ihrer gesellschaftlichen Prozesse rezipierbar, sie ästhetisieren die (Lebens-)Bedingungen einer sich im radikalen Wandel befindenden Welt, in der alles unsicher und neu (verhandelbar) zu sein scheint. Dazu gehören sich ändernde Geschlechterrollen, aber auch Generationenkonflikte sowie Konsequenzen des rasant wachsenden gesellschaftlichen Gefälles. Insofern sind die Autorinnen und Autoren dieser Jahre gleichermaßen Zeugen wie Chronisten einer Zeitenwende, die alte Gewissheiten, Überzeugungen und Orientierungen pulverisiert und in der kein stabiles Erfahrungswissen mehr existiert, auf das zurückgegriffen werden könnte. Im Seminar erarbeiten wir, auf welche Weise in ausgewählten Texten zentrale Diskurse der Zeit motivisch und auf narrative Weise aufgegriffen und traditionelle Erzählmuster variiert werden.

- Lehrende(r): Liane Schüller
Das Einführungsseminar nutzt die Geschichte von Wirtschaftskrisen, um in die Grundlagen und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft einzuführen. Studierende setzen sich mit Merkmalen und Zielen der Geschichtswissenschaft auseinander und erlernen das Handwerk der Neuesten Geschichte. Anhand gesellschaftlicher Bewältigungsstrategien und Deutungen ausgewählter Wirtschaftskrisen des 17.-21. Jahrhundert wird das Seminar auch zeitgenössische Erwartungen an die Geschichte sowie Möglichkeiten und Grenzen der Geschichte als wissenschaftlicher Disziplin beleuchten. Was unterscheidet vormoderne Krisen von den Krisen des 20. und 21. Jahrhunderts, und was lernen wir aus der Geschichte für das Verständnis gegenwärtiger Krisen?
- Lehrende(r): Laetitia Dorothea Melanie Lenel
- Lehrende(r): Finn Thieme
In diesem Kurs werden Beispiele der zeitgenössischen türkischen Literatur aus den vier Genres Drama, Erzählung, Lyrik und Kurzgeschichte untersucht. In jedem Genre ist es unser Ziel, den gegebenen Text in Bezug auf die Organisation seiner Strukturelemente zu analysieren (rhetorische Figuren und Sprache; Dramatisierung der Stimme, Handlung und Diskurs; der Erzähler, Fokalisierung, Erzählung und Wissen usw.), um durch Konzepte und Probleme wie Identität, Subjektivität und Macht zu Erkenntnissen über die historische und soziale Gegenwart der türkischen Gesellschaft zu gelangen.
- Lehrende(r): Bülent Eken
Inhalte:
Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? In dieser Veranstaltung handelt es sich um die Diskussion der Identitätsthemen in der zeitgenössischen türkischen Kurzerzählung. Diese Erzählungen werden gelesen, analysiert und interpretiert im Licht der modernen literarischen Theorien.
Lernziele:
Die Studierenden
- gewinnen einen Überblick über die türkischsprachige Gegenwartsliteratur
- erwerben Kenntnisse über literarische Strömungen der Gegenwart
- gewinnen Einblick in die Trends auf dem Buchmarkt und den Literaturfestivals
- Lehrende(r): Meltem Gürle
- Lehrende(r): Elif Sönmez