
- Lehrende(r): Lea Grey
Der Mensch unterscheidet sich anderen Säugetieren u.a. dadurch, dass er sich Geschichten erzählt. Wie und warum erzählen wir Geschichten? In welchen Medien können Geschichten erzählt werden? Wie erzählt die Literatur? Wie erzählen Bilder? Wie erzählen Bild-Text-Kombinationen, z.B. Bilderbücher und Comics? Was muss im Unterricht bei Bild-Text-Kombinationen beachtet werden?
Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Seminar auf den Grund. Dazu werden wir uns mit der Narratologie und mit transmedialen Erzähltheorie (nach Wolf) auseinandersetzen sowie mit Typologien und Theorien zum Bild und zum Bilderbuch.
Bilderbücher und Comics sind alles andere als inhaltlich und ästhetisch anspruchslose Werke. Bilderbücher richten sich längst nicht mehr ausschließlich an kleine Kinder und Comics sind keine Trivialliteratur. Sie sind weit mehr als illustrierte Kinderbücher, vielmehr stehen Bild und Text im Bilderbuch und im Comic in einem besonderen Verhältnis zueinander.
Im Seminar werden wir uns über dieses Verhältnis von Text und Bild Gedanken machen. Dazu werden wir uns mit den Theorien der Narratologie, der Intermedialität und denen zum Comic und zum Bilderbuch auseinandersetzen, um daran anschließend einige Werke zu analysieren. Welchen didaktischen Wert Bilderbücher und Comics im Unterricht haben können, soll ebenfalls bedacht werden.
"Iss, was gar ist. Trink, was klar ist. Red, was wahr ist." Bei Tisch und in vielen seiner Texte, die sich an ein breites Publikum richten, nutzt Martin Luther gern und oft Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten. Er weiß, wie es ist, "in den sauren Apfel zu beißen". Er beklagt, dass Menschen "durch den Korb" fallen, weil sie nicht so gut aussehen. Und er polemisiert: "Wer nicht Kalk hat, muss mit Kot mauern." Er meint damit, dass es zu jeder Zeit Leute gibt, die keine Ahnung haben und doch ihren Senf dazu tun müssen. In diesem Seminar schauen wir uns die Bedeutung von Sprichwörtern und Redensarten bei Luther genauer an.
Der amerikanische Germanist James C. Cornette hat bereits 1942 durchgezählt: Luther setzt insgesamt 4987 dieser zunächst mündlich überlieferten Phraseme ein. Er entdeckt diesen Sprachschatz neu, als er 1530 antike Fabeln bearbeitet, damit diese im Schulunterricht und zu Hause eingesetzt werden können. In der Tradition der antiken Rhetorik verwendet der Reformator die erprobten und über Generationen geschliffenen sprachlichen Fertigteile bei vielen Gelegenheiten, um „allgemeine Wahrheiten und Lehrinhalte zu konkretisieren“. Der genauere Blick auf Fabel und Sprichwort wird zudem zeigen, dass diese ältesten Textsorten immer noch hochaktuell sind, sprachlich und menschlich.

Kunstwerke finden sich nicht nur in Sammlungen, Museen oder im öffentlichen Raum, sondern auch in zahlreichen Einrichtungen der staatlichen Infrastruktur – etwa in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, in Polizeiwachen und Gerichten, in Rathäusern, Ministerien, Bahnhöfen, U-Bahnstationen und Krankenhäusern.
Im Seminar "Medium: Wand. Künstlerische Arbeiten in öffentlichen Bauten nach 1945" werden wir uns mit dem baurechtlich verankerten Prinzip der Einbeziehung von Kunst bzw. Kunstschaffenden in staatliche Bauvorhaben, auf dem diese Präsenz von Werken in öffentlichen und halböffentlichen Institutionen basiert, beschäftigen. Im Zentrum steht dabei die Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 und der so genannten Bildungsexpansion mit den Gründungen neuer Universitäten, Schulen und Kulturinstitutionen.
Ausgewählte Arbeiten in und an Bauten im Ruhrgebiet und dessen näherer Umgebung werden von den Teilnehmenden der Lehrveranstaltung in Form eigener kleiner Forschungsprojekte erschlossen und analysiert. Einige davon sind weithin bekannt, etwa die Kunstwerke im und am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen von u.a. Yves Klein, Robert Adams oder Paul Dierkes, ebenso wie jene auf dem Campus der Ruhr-Universität in Bochum von u.a. Josef Albers, Victor Vasarely oder Henryk Dywan. Andere fanden bislang weitaus weniger Beachtung, zum Beispiel die Wand- und Deckengemälde von Buja Bingemer im Rathaus in Lünen. Einige stammen von (heute) renommierten Künstler:innen, andere wiederum zeugen von dem Anliegen, vordergründig regionale Künstler:innen zu involvieren. Hierzu zählen etwa die Wandarbeiten an diversen Schulgebäuden in der Stadt Mülheim, die im Kontext der Lehrveranstaltung, auch in Kooperation mit den Teilnehmenden des künstlerisch-praktischen Seminars „Wand.Arbeiten“ von Vertr.-Prof. Sebastian Freytag, ebenfalls eingehender betrachtet werden sollen. Und schließlich geht es auch um die Frage, welche Werke überhaupt überliefert sind und wo sich Hinweise auf Überschreibungen oder Veränderungen finden lassen, etwa im Zuge von Sanierung oder Umgestaltung.

Willkommen zum Medizindidaktischen Angebot - Themenbaustein ELearning - der Medizinischen Fakultät Duisburg-Essen
Ziel:
Unser Ziel ist es, Ihnen wertvolle Informationen zur Planung und Durchführung von digitalem Lehren und Lernen zu geben. Wir möchten Ihnen helfen, sich sorgfältig didaktisch und rechtlich vorzubereiten, innovative Technologien wie KI zu integrieren und digitale Werkzeuge und Medien effektiv in Ihrer Lehre zu nutzen.
Inhalte des Workshops:
Wir freuen uns auf Sie,
Dr. Matthias Joswig & Dipl.-Päd. Daniela Mäker
Medizinische Messtechnik ist eine Pflichtveranstaltung ab dem 4-ten Semester für den Bachelor-Studiengänge Medizintechnik.
Die Vorlesungen und Übungen geben einen Überblick über Messtechnik, Messverfahren und relevante Messgrößen im Anwendungsgebiet der Medizintechnik. Dabei stehen insbesondere auch die Aspekte der Adaption medizinischer Messtechnik an das Einsatzumfeld an und im Menschen hinsichtlich Zugangsverhältnissen, Werkstoffeinsatz, Verfahrens- und Methodenkompatibilität, Mensch-Sensor-Gerät-Interaktion und Regelkonformität im Vordergrund.
Im Spannungsfeld von Machbarkeit und Vertretbarkeit werden an Beispielen moderne Messverfahren für unterschiedliche medizintechnische Problemstellungen der Diagnostik aus verschiedenen Fachrichtungen (u. a. Neurologie, Anästhesiologie, Chirurgie, Ophthalmologie) exemplarisch vorgestellt und in den Übungen zur Veranstaltung unter unterschiedlichen ausgewählten Gesichtspunkten vertieft..
Termine: jeweils Dienstags von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr (ab 08.04.2025)
Raum: BA 127
Mehrheiten, Minderheiten, Randgruppen und Außenseiter in der Frühen Neuzeit
In fast jeder Gesellschaft gibt es Mehrheiten und Minderheiten, Zentrum und Peripherie, Randgruppen und Außenseiter. Je nach Standpunkt des Betrachters können diese Gruppen unterschiedlich definiert sein, etwa religiös, ethnisch oder sozial. Auch imaginäre Aspekte (wie z.B. Hexerei) oder freiwilliges Außenseitertum (Künstler) spielen dabei eine Rolle. Die Grenzen zwischen den einzelnen Gruppen sind jedoch nicht immer statisch, sondern verändern sich häufig, wie gerade auch im Verlauf der Frühen Neuzeit deutlich wird.
In dem Proseminar sollen diese Prozesse untersucht werden, um dadurch Einblicke in die jeweilige Gesellschaft und ihre "Befindlichkeiten" zu gewinnen.
Dieses MA-Seminar will Studierenden im Fach Germanistik und in den Lehramtsstudien aktuelle Forschung zum Thema Familie und Sprache näher bringen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von qualitativen empirischen Methoden aus Ethnographie und sprachbiographischen Ansätzen. Anhand von ausgewählter Literatur und kleinen Forschungsaufträgen werden internationale Forschungstraditionen und Fragestellungen, aber auch Forschungsethik und Datenerhebung diskutiert und Methoden auch selbst erprobt.


