Seminar: Aufstrebende
Mächte Asiens in der Entwicklung und internationalen Zusammenarbeit
PD Dr Dr
Ariel Hernandez
Sommersemester
2024
Semesterplan:
26.4.2024, Freitag 14-17 Uhr Online
3.5.2024, Freitag 14-17 Uhr Online
10.5.2024, Freitag 14-17 Uhr Online
17.5.2024, Freitag 14-17 Uhr Online
25.5.2024, Samstag 10-16 Uhr Präsenz LK
063
31.5.2024, Freitag 14-17 Uhr Online
Zoom-Link:
https://uni-due.zoom-x.de/j/66732780509?pwd=cG1HZjlmVDJiNC9ReDB4VE8vTFMxZz09
Kennwort: 569907
Auslandshilfe (foreign aid), internationale Hilfe (international aid),
Geberhilfe (donor assistance) sind Begriffe, die oft mit Industrieländern,
meist Ländern des globalen Nordens, in Verbindung gebracht werden, die
Entwicklungsländern oder Ländern des globalen Südens materielle aber vor allem finanzielle
Unterstützung gewähren. Die so genannte "Entwicklung und internationale
Zusammenarbeit" (EZ) ist jedoch mehr als das. Es handelt sich um
Partnerschaften zwischen Ländern (sowohl Nord-Süd als auch Süd-Süd), die durch
gegenseitige Verpflichtungen und gegenseitigen Nutzen definiert sind.
Mehrere Entwicklungsländer mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und
Indien oder andere asiatische Länder mit hohem Einkommen wie Japan, die
Vereinigten Arabischen Emirate und Südkorea haben sich von Empfängern
internationaler Hilfe zu Kreditgebern und Gebern entwickelt. Viele von ihnen
sind aufstrebende asiatische Mächte mit einem anderen Verständnis davon, wie
internationale Zusammenarbeit aussehen sollte. Viele von ihnen entwickeln
derzeit ihre globale Entwicklungsstrategie, um anderen Ländern finanzielle und
technische Hilfe zu leisten. Darüber hinaus nutzen viele von ihnen bestehende
globale multilaterale Regelungen, um anderen Ländern Hilfe zukommen zu lassen.
So haben die Philippinen 2011 über den Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr
als 125 Millionen US-Dollar an mehrere europäische Länder wie Irland, Portugal
und Griechenland verliehen. Ein anderer Ansatz besteht darin, dass neue
Regelungen oder Mechanismen von den asiatischen aufstrebenden Mächten einführen
werden, da sie beispielsweise Ungleichheiten in diesen globalen Mechanismen in
Frage stellen. Ein bekanntes Beispiel ist die 2013 von China beschlossene Belt and Road Initiative (BRI), die den
Ausbau der Infrastruktur und Investitionen in fast 70 Ländern vorsieht. Während
jedoch viele Empfänger internationaler Hilfe aus geopolitischen Gründen gegen
die Verwendung der "öffentlichen Entwicklungshilfe" protestieren, tun
einige dieser neuen asiatischen Geber das Gleiche. Indiens Hilfe für andere
Entwicklungsländer zielt beispielsweise darauf ab, seinen geopolitischen
Einfluss und seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Südasien und Afrika
zu stärken. Bislang hat Indien afrikanischen Ländern Kreditlinien zu
Vorzugsbedingungen im Wert von 8,7 Milliarden US-Dollar gewährt.
Die Ziele des Seminars sind folgenden:
1.
Die Fakten erklären
Nachdem sie umfassendes,
integriertes und ganzheitliches Wissen über die im Kurs vorgestellten
Problemthemen erlangt haben, sind die Studierenden in der Lage, die Relevanz
dieser Themen für politische Entscheidungsträger (und andere
Entscheidungsträger) zu erklären.
2.
Die Komplexität verstehen
Nach Abschluss des Kurses
werden die Studierenden in der Lage sein, kritisch gegenüber Ereignissen zu
sein und gleichzeitig eine lösungsorientierte Perspektive zur Problemlösung zu
demonstrieren.
3.
Den Kontext erleben
Mit Wissen über die Themen und Verständnis für
die Schwierigkeiten ausgestattet, sind die Studierenden in der Lage, Wissen mit
Handlungen zu verbinden und evidenzbasierte Empfehlungen an politische
Entscheidungsträger zu entwickeln.
Studentische Bewertungskriterien:
Aufbaumodul:
(Vorlesung & Seminar)
·
Reflexionsbericht Nr. 1 (3 Seiten),
(Abgabefrist: 2. Mai 2024, 23:59)
·
Reflexionsbericht Nr. 2 (3 Seiten),
(Abgabefrist: 9. Mai 2024, 23:59)
·
Gruppenpräsentation (Länderfallstudie) (geplant
für die Blockveranstaltung)
·
Policy Brief (Einzelarbeit, min. 3 Seiten, max.
5 Seiten) (Abgabefrist: 30. Juni 2024, 23:59)
Bewertung:
Reflexionsberichte (40 %), Gruppenarbeiten (Präsentation) 20 %, Policy Brief
40 %
Wahlpflicht:
·
Reflexionsbericht Nr. 1 (3 Seiten) ODER Reflexionsbericht Nr. 2 (3 Seiten)
(Abgabefrist, siehe oben)
·
Gruppenpräsentation (Länderfallstudie) (geplant
für die Blockveranstaltung)
Bewertung:
Reflexionsbericht (60 %), Gruppenpräsentation (40 %)
Für jeden Tag der verspäteten Abgabe wird eine Notenminderung von 1 Punkt
vorgenommen. Wenn Sie zum Beispiel eine Minute nach Mitternacht abgeben und die
vorgesehene Note 2,0 war, wird die endgültige Note 3,0 sein. Wenn Sie drei Tage
später abgeben, wird dies mit einer nicht bestandenen Note bewertet.