- Lehrende(r): Martina Richter
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- Lehrende(r): Martina Richter
Die Zeit der großen Revolutionen in Nord- und Südamerika, Frankreich und Haiti gilt gemeinhin als Siegeszeug von Freiheit und Bürgerrechten. Doch stellten die Jahrzehnte um 1800 auch einen Höhepunkt von Zwangsmigration verschiedener Art dar: Der transatlantische Sklavenhandel erreichte in dieser Zeit seine höchsten Ausmaße; Strafkolonien traten in ihr klassisches Zeitalter ein; und politisches Exil wurde zu einem Massenphänomen. Das Seminar untersucht diese verschiedenen Formen von Zwangsmigration in globaler Perspektive, fragt nach deren Verbindungen untereinander und nach deren Rolle in der längeren Geschichte erzwungener und freiwilliger Migration. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Fachlektüre und Quellen ist absolut erforderlich.
- Lehrende(r): Jan Christian Jansen
Hier findet ihr die aktuellen Infos, Materialien und Ankündigungen zu dem diesjährigen Zweitsemestertutorium (SoSe 24) für LA HRSG Mathe.
- Lehrende(r): Matthias Glade
- Lehrende(r): Emirhan Kazim Karatas
- Lehrende(r): Furkan Kayman
- Lehrende(r): Lena-Luisa Regina Lippek
- Lehrende(r): Rachel Claire von der Ruhren
Dies ist der Moodle-Kurs zum Seminar »Zwischen ›Ghetto‹ und Szeneviertel. Bildung, Macht und Ungleichheit im urbanen Raum«, das im Sommersemester 2021 für die Studiengänge Soziale Arbeit (Modul 4) und Erziehungswissenschaft (Modul 6) angeboten wird.
- Lehrende(r): Thorsten Hertel
| Nordrhein-Westfalens Landesgeschichte ist eng mit seinem zentralen
Ballungsraum verbunden. Die soziale und industrielle Entwicklung
zwischen Duisburg und Dortmund ermöglichte Konzept, Realisierung und
frühen Wohlstand des Bundeslandes. Zentrale Herausforderungen wie
Strukturwandel, Bildungsreformen oder Migration finden und fanden
landesweit statt, kumulier(t)en aber stets an Ruhr und Emscher. Das
Seminar verfolgt die Verbindung von Region und (werdendem) Land von
ersten Plänen zur Landesgründung der 1920er Jahre bis in die Zeiten der
Kulturhauptstadt Metropole Ruhr. Ziel ist neben der Vertiefung
historischer Arbeitsweisen ein Überblick über die Chronologie und die
für das heutige Erscheinungsbild maßgeblichen Faktoren und
Zusammenhänge. |
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- Lehrende(r): Arno Barth
Ist die Kunst es wert, das eigene Leben zu opfern? Um diese und ähnliche Fragen kreist Émile Zolas Roman L'Œuvre (1885/86), der das Porträt des jungen Avantgarde-Malers Claude im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeichnet. Zola (1840-1902) selbst war seit seiner Jugend mit Paul Cézanne befreundet und porträtiert in diesem Roman nicht nur einen Künstler und die Pariser Bohème des frühen Impressionismus, sondern auch die Freundschaft zwischen Claude und dem Literaten Sandoz, der ihm in Freud und Leid zur Seite steht. Der Text ist Teil des Romanzyklus der Rougon-Macquart (1871-93), der Zolas naturalistische Theorie literarisch umsetzt und seinen Ruhm als Schriftsteller begründet. Um den kunsthistorischen Kontext besser nachvollziehen zu können, werden wir in einer Seminarsitzung Mitte Januar eine französischsprachige Führung durch das Museum Folkwang erleben, die uns die Hintergründe der bildenden Kunst im Paris des späten 19. Jahrhunderts näherbringen wird.
Ziel des Proseminars ist die Vertiefung sowohl literarhistorischer als auch methodologischer Grundkenntnisse der französischen Literaturwissenschaft. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die kulturwissenschaftliche Perspektive gelegt, und die Studierenden werden an das Arbeiten mit ausgewählten theoretischen Ansätzen herangeführt.
Bitte erwerben und lesen Sie vor Vorlesungsbeginn den folgenden Text in der genannten Ausgabe:
Zola, Émile: L'Œuvre. [1885/86] Paris: Gallimard, 2020 (ISBN: 978-2072895449)
Voraussetzung für das Erbringen der Prüfungsleistung (Hausarbeit) ist die aktive Teilnahme (Arbeitsaufträge/Referat/Exposé/Exkursion).
- Lehrende(r): Ines Kremer
- Lehrende(r): Iuditha Balint
- Lehrende(r): Daniela Rothe
- Lehrende(r): Daniela Rothe
Die Übung betrachtet im historischen Zusammenhang und anhand verschiedener Quellengattungen die „Organisation Gehlen“ und ihren Namensgeber sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz unter dessen ersten Leiter Otto John. Themen sind deren persönliche, strukturelle und ideologische Rivalität wie auch die unterschiedlichen, jeweils gravierenden Vorwürfe gegen beide Akteure. In diesem Zusammenhang soll auch die weitgehend fiktive TV-Serie „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ thematisiert und diskutiert werden, ob und wann diese Art von Vermittlung historischer Inhalte Sinn macht
- Lehrende(r): Arno Barth
Mit dem Übergang von der Hochschule in die Schule tauchen viele Fragen auf und kann bisher sicher Geglaubtes plötzlich ins Wanken geraten: Wie kann ich als Lehrperson überhaupt etwas davon mitbekommen, was Schüler:innen interessiert und antreibt? Wie kann ich mit der Ambiguität umgehen, als Lehrperson einerseits plan- und absichtsvoll handeln und bewerten zu müssen und gleichzeitig flexibel und offen für die Unvorhersehbarkeit des Unterrichtsgeschehens und die Unverfügbarkeit der Schülerinnen zu sein? Wie lassen sich ästhetische Bildungsprozesse initiieren und begleiten? Wie kann ich mir Spielräume – im Sinne von Zonen mit einer fluiden und experimentellen Ordnung – im institutionellen Kontext Schule bzw. im Kunstunterricht erobern? Und zu welchen Unterrichtsthemen kann eine kritische Lektüre des Lehrplans führen? Welche Erwartungen und Wünsche als angehende Lehrperson flankieren den Übergang von der Hochschule in die Schule und schreiben sich mitunter unbewusst in Prozesse der Unterrichtsplanung, der Lehrpraxis und der Reflexion ein? Und welche Bedeutung kommt der (kunst-)pädagogischen Theorie für die Gestaltung der Praxis zu?
Dieses Seminar dient der Vorbereitung auf das Praxissemester. Die aktuellen Herausforderung im Praxisfeld Schule werden theoriegestützt in den Blick genommen, um daran das eigene Lehrverständnis reflektieren und praxisnahe und zugleich experimentelle Perspektiven für den zukünftigen Kunstunterricht entwickeln zu können.
- Lehrende(r): Katja Böhme
Auf den ersten Blick könnten sie unterschiedlicher kaum sein: George Sand, im Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts als Tochter eines Kleinadeligen geboren, und Mouloud Feraoun, aufgewachsen im ruralen Raum Nordalgeriens im darauffolgenden Jahrhundert. Literarisch scheint sie jedoch ein gewisses Interesse an einer Form des Erzählens zu verbinden, das sich stark an biographischen Erfahrungen orientiert. So wird Mouloud Feraouns literarisches Debüt Le fils du pauvre (1954) in der einschlägigen Forschung nicht nur als Gründungstext der maghrebinischen Literatur in französischer Sprache bezeichnet, sondern – fälschlicherweise – oftmals auch als Autobiographie. George Sand wiederum verfasste mit Histoire de ma vie (1854/55) einen dezidiert autobiographischen Text, der sich jedoch kaum mit den Maßstäben der Rousseau‘schen Autobiographietradition fassen lässt. Beide Texte werfen mithin die Frage nach dem Verhältnis zwischen Autor_in, Erzähler_in und Protagonist_in auf: Wer schreibt, wer erzählt, wer spricht? Inwiefern lassen sich Fakt und Fiktion trennen, und was sagt all dies über die Funktionsweise literarischer Texte aus?
Ziel des Proseminars ist die Vertiefung sowohl literarhistorischer als auch methodologischer Grundkenntnisse der französischen Literaturwissenschaft. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auf die kulturwissenschaftliche Perspektive gelegt, und die Studierenden werden an das Arbeiten mit ausgewählten theoretischen Ansätzen herangeführt. Die Lektüre der genannten Primärtexte bereits während der vorlesungsfreien Zeit wird dringend empfohlen.
Bitte lesen Sie zur Vorbereitung auf das Proseminar in der angegebenen Ausgabe:
Feraoun, Mouloud: Le fils du pauvre. [1954] Paris: Seuil, 1995. (ISBN: 978-2020261999)
Sand, George: Histoire de ma vie I. Première partie. [1854/55] Paris: Flammarion, 2001. (ISBN: 978-2080711397)
Voraussetzung für das Erbringen der Prüfungsleistung (Hausarbeit) ist die aktive Teilnahme (Arbeitsaufträge/Kurzreferat).
- Lehrende(r): Ines Kremer
"Der Holocaust wurde inmitten der modernen, rationalen
Gesellschaft konzipiert und durchgeführt, in einer hochentwickelten
Zivilisation und im Umfeld außergeöhnlicher kultureller Leistungen; er muß daher als Problem dieser Gesellschaft, Zivilisation und Kultur betrachtet werden."
Zygmunt Baumann
Aus der Erfahrung und in Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen und Systemen des Totalitarismus (Nationalsozialismus, Kommunismus/Stalinismus) sowie der persönlichen Erfahrung des Krieges und des (mehrfachen) Exils fokussierte Baumann in seinen Veröffentlichungen sowohl die inneren gesellschaftlichen Bedingungen und Logiken des Totalitarismus im Sinne einer Diagnose moderner Gesellschaften und stellte zugleich zentrale Begriffe wie Verantwortung, Freiheit, Autonomie ins Zentrum seiner Arbeit. Baumans Werke sind stark geprägt von den Erfahrungen des 2. Weltkriegs und dem Holocaust, dies insbesonders eines seiner Hauptwerke: Modernity and the Holocaust (1989) / Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust. (1992)
Die Dialektik der OrdnungBaumann beschäftigt sich in diesem Werk auf der einen Ebene mit dem Holocaust, d.h. wir finden eine Analyse der Rahmenbedingungen, der inneren Logik und auch der Geschehnisse des Holocaust in diesem Werk. D.h. auch, dass eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust in diesem Seminar unausweichlich ist. Dies jedoch nicht im Sinne einer historischen Aufarbeitung (dieses Feld können wir in diesem Seminar nicht ausreichend bearbeiten), sondern vielmehr im Sinne einer soziologischen Analyse des Holocaust und zugleich - und damit als "Kehrseite" der Analyse - im Sinne der Frage: Was bedeutet der Holocaust für die Soziologie?
Damit ist bereits die zweite Ebene angesprochen: Baumann sieht in
"herkömmlichen", d.h. bestehenden Analysen des Holocaust keine
ausreichenden Erklärungsansätze, keine ausreichende soziologische
Analyse des Holocaust.
Er unternimmt den Versuch, den Holocaust aus der Moderne selbst heraus zu analysieren, also als Bestandteil der Moderne. Der Holocaust ist
demnach Bestandteil der Moderne, ist nur im Rahmen der Moderne zu
verstehen und zu analysieren. es handelt sich nicht um einen "Unfall"
der Moderne, sondern um eine - sicherlich sehr spezifische- "Geburt" der
Moderne. Eine solche Analyse der Moderne hat eine entsprechende
Sprengkraft, da dieser (wie andere Formen des Totalitarismus) als
immanenter Bestandteil Moderner Gesellschaften verstanden werden kann
und auf innere Strukturen und Logiken der Moderne (und damit auch von
Gegenwartsgesellschaften) zurückgreift.
Textgrundlage: Baumann, Zygmunt, 2012: Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust (3. Auflage), Hamburg.
- Lehrende(r): Peter Maaß
- Lehrende(r): Jingran Hu
- Lehrende(r): Alexander Maxeiner
- Lehrende(r): Stefan Werner
Привет! Добро пожаловать в наш КЛУБОК!
Infoforum zu den russischen Veranstaltungen in Deutschland, Wettbewerben, Praktika in Russland etc.
Austausch zwischen den "Ehemaligen"
- Lehrende(r): Oksana von Ameln
